Ein ungewöhnliches Konzert

Kirkel-Neuhäusel. Dass die protestantische Friedenskirche in Kirkel-Neuhäusel auch ein Ort der außergewöhnlichen Begegnungen von Menschen ist, hat Pfarrer Florian Geith mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen in der Vergangenheit gezeigt. War es vor einigen Wochen ein Rockkonzert, das Besucher anlockte, so stand am vergangenen Freitagabend die zweite Nacht der Lieder auf dem Programm

Kirkel-Neuhäusel. Dass die protestantische Friedenskirche in Kirkel-Neuhäusel auch ein Ort der außergewöhnlichen Begegnungen von Menschen ist, hat Pfarrer Florian Geith mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen in der Vergangenheit gezeigt. War es vor einigen Wochen ein Rockkonzert, das Besucher anlockte, so stand am vergangenen Freitagabend die zweite Nacht der Lieder auf dem Programm. Erneut hatte Geith das Gotteshaus für zahlreiche Musiker und Musikgruppen geöffnet, unter anderem der Schulchor Kikeriki der Grundschule, der Männergesangverein, der evangelische Kirchenchor oder auch, zum ersten Mal, Hans Miesel als Einzelkünstler hatten die Absicht, der Kirche für eine lange Nacht einen ganz besonderen Klang zu geben. Pfarrer Florian Geith zeigte sich sichtlich zufrieden mit dem überaus großen Zuspruch, den die zweite Auflage der Nacht der Lieder bei den mehr als zahlreichen Besuchern fand. "Die Enge macht es gemütlich. Und es ist ja auch mal schön, wenn es sich in einer Kirche drängelt." Man hätte im Kreis der Veranstalter schon damit gerechnet, dass auch in diesem Jahr die Zahl der Besucher recht hoch werden würde, "weil es sich im vergangenen Jahr schon herumgesprochen hat, dass die Premiere eine gute Resonanz hatte." Musikalisch mit einem vergleichbaren Programm wie 2009 bot sich den Gästen ein abwechsklungsreicher Abend. Für alles andere, was nicht direkt mit Noten zu tun hatte, zeichneten die ehrenamtlichen Helfer und die Mitglieder des evangelischen Kirchenbauvereins verantwortlich: So gab es nicht nur Werthaltiges für die Ohren, sondern auch für den Gaumen, ganz gleich, ob flüssig oder fest. Der Erlös dieser Bewirtung war für die Haitihilfe des Diakonischen Werks bestimmt. Bis nach Mitternacht war das offizielle Programm geplant, "danach ist noch soviel Zeit da, wie wir wollen, um mit den Musikern in kleinen Sessions spontan Musik zu erleben. Im vergangenen Jahr ging es bis vier Uhr am Morgen." Gefragt nach den Perspektiven, die dieses Konzert und die anderen, außergewöhnlichen Veranstaltungen für die Kirchengemeinde haben, formulierte Pfarrer Florian Geith sein wesentliches Anliegen. "Mein Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen. Und es tut gut, dass Kirche auf diese Weise wahrgenommen wird und klar wird, dass dieser Raum ein besonderer Raum ist, in dem auch anderen Veranstaltungen stattfinden können als Gottesdienste und auch andere Musik gehört werden kann als Kirchenmusik." Ob und wie es weitergeht mit Events wie der Nacht der Lieder und anderen Veranstaltungen dieser Art, ließ Geith am Freitagabend offen: "Wir warten jetzt erst einmal ab und sehen, wie es läuft. Später werden wir uns zusammensetzen und überlegen, ob wir das in einem Jahr noch mal machen. Es ist einfach ein sehr großer Aufwand. Und da muss ich auch mit den Kräften der vielen ehrenamtlichen Helfer haushalten. Ich denke, bei den Dimensionen, die das Ganze inzwischen angenommen hat, ist ein Zwei-Jahres-Rhythmus sinnvoll." thw

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