Ein klarer Trend abwärts

Homburg/Bexbach/Kirkel. Es sind keine rosigen Aussichten bis zum Jahr 2025, die in der aktuell vorgelegten Studie der Bertelsmann-Stiftung für Homburg, Bexbach und Kirkel errechnet wurden

Homburg/Bexbach/Kirkel. Es sind keine rosigen Aussichten bis zum Jahr 2025, die in der aktuell vorgelegten Studie der Bertelsmann-Stiftung für Homburg, Bexbach und Kirkel errechnet wurden. Alle drei Kommunen werden massiv Einwohner verlieren: Zwischen 2006 und 2025 ist das für Homburg demzufolge ein klares Minus von 9,8 Prozent, Bexbach muss sogar mit zehn Prozent weniger Einwohnern rechnen, Kirkel mit 9,1 Prozent. Damit liegen Homburg und Bexbach noch unter dem Saarland-Durchschnitt von 9,26 Prozent Minus. Neu ist der Trend nicht, Probleme macht er schon. Die Zahlen seien "nicht überraschend", sagt Homburgs Bürgermeister Klaus Roth. In Homburg seien bereits durch verschiedene Maßnahmen einige Punkte gesetzt worden, um familienfreundlicher zu sein und noch weiter zu werden, etwa durch die kinder- und jugendorientierte Stadt und das Begrüßungspaket für frisch gebackene Eltern. Andererseits werde etwas für die größer werdende ältere Generation getan: Hier gebe es bereits ein sehr großes Angebot, das weiter optimiert werden solle. Generell sei es aber schwierig, einer Entwicklung, die in ganz Europa Raum greife, auf kommunaler Ebene zu begegnen. Eine Besonderheit sieht er für Homburg: Hier habe die hohe Arbeitsplatzdichte zwar dafür gesorgt, dass die Stadt interessant sei. Dies bedeute aber auch eine hohe Verkehrsbelastung. Das wiederum sei für viele Menschen ein Anreiz, sich im Umland niederzulassen, zum Beispiel in der Pfalz.Kirkels Bürgermeister Armin Hochlenert verweist darauf, dass die Burggemeinde in der vorigen Studie noch zu den Zuwachs-Gemeinden mit einem Einwohnerplus gezählt habe. Jetzt habe unter anderem das Jahr 2006 mit einer sehr niedrigen Zahl von 53 Geburten mit für das schlechtere Ergebnis gesorgt. Die neue Zahl aus diesem Jahr, wo es bislang 65 Geburten gebe, und mit über 70 gerechnet werde, sehe da schon ganz anders aus. Das bedeute auch, dass die familiengerechte Politik, vom Windelsack bis zu einem der besten Kinder-Betreuungsangebote, Früchte trage. Fortgeführt werden solle auch die altersgerechte Politik. Zur Familie zählten Senioren genauso wie Kinder. Auch für den Bexbacher Bürgermeister Heinz Müller kommen die Zahlen nicht überraschend. Aber wie soll man reagieren? "Wissenschaftler sagen, der Trend sei nicht umkehrbar. Auf lange Sicht wird die Geburtenrate noch unter der heutigen liegen, die in Bexbach bei 1,3 bis 1,4 Kindern pro Familie liegt. Man bräuchte 2,3", so der Verwaltungschef. Man bemühe sich, junge Familien zu unterstützen. "Ganz wichtig, um jungen Menschen eine Perspektive zu geben, ist die Schaffung von Arbeitsplätzen. Da haben wir in Bexbach eine Steigerung zu verzeichnen", so Müller. ust/rs