Doppelsieg bei der Etikettensuche

Hassel/Limbach. Unsere Suche nach Rekorden im Saarpfalz-Kreis verläuft Woche für Woche spannend. Doch bei der Suche nach den eifrigsten Etikettensammler war es so spannend wie nie. Am Sonntag fiel die Entscheidung auf zwei Teilnehmer, die nur durch ein einziges Etikett getrennt waren: Wir entschieden uns für einen Doppelsieg

Hassel/Limbach. Unsere Suche nach Rekorden im Saarpfalz-Kreis verläuft Woche für Woche spannend. Doch bei der Suche nach den eifrigsten Etikettensammler war es so spannend wie nie. Am Sonntag fiel die Entscheidung auf zwei Teilnehmer, die nur durch ein einziges Etikett getrennt waren: Wir entschieden uns für einen Doppelsieg. Rolf Weinreich aus Limbach, der zuletzt bereits die meisten Kochrezepte vorweisen konnte, sammelte 2734 Aufkleber. Der 58-jährige Lagerist Franz Rebmann aus Hassel hat 2733 Etiketten gesammelt.Der 57-jährige frühere Molkereifachmann Weinreich sagt zu unserer Zeitung: "Alles fing auf der Arbeit vor 30 Jahren in der Molkerei Saarmilch an. Ich habe Schildchen an meinen Werkzeugschrank geklebt. Dann stellte ich ich fest, dass es immer mehr wurden und immer interessanter." Er hat Aufkleber in allen Formen und Farben und in aus aller Herren Länder fein säuberlich, nach dem Alphabet geordnet, in Ordnern sortiert. Die Etiketten sind eckig, rund, oval, quadratisch, trapezförmig oder ähneln Blumensträußen. Auf manchen sind Landschaften, Tiere, Pflanzen, Ortschaften zu sehen oder Menschen, darunter Händler und ihre Produkte. Er hat Aufkleber unter dem Buchstaben "A" mit Namen wie Algineco oder Agricom. Unter "M" gibt es Mazzoni oder Moleores. Sogar unter "Q" gibt es welche: Qutspan und Qceanic. Bei "X" stehen X-10 und X-tra; bei "Y" gibt es Yaizan, Yasti und Yourchoice und schließlich bei "Z" sind Zim, Zani und Zespri zu finden. Weinreich: "Wenn ich einmal nicht mehr bin, bekommen das Alles meine Söhne Michael und Oliver und mein Enkelkind Eric."

Es ist leuchtend blau, hat einen goldenen Rahmen - und besitzt für Franz Rebmann aus Hassel eine ganz besondere Bedeutung: Mit einem prächtigen Etikett der Brauerei Burg Graf begann im Jahr 1987 seine Leidenschaft für die "Flachmänner", 2733 Stück hat er seit Ende der 80er Jahre gesammelt. Allen gemeinsam: Es sind Bierflaschen-Etiketten. Doch wer nun auf den Gedanken kommt, Rebmann würde seine Sammelleidenschaft mit reichlich Gerstensaft "bewässern", der irrt gewaltig. "Mein Mann trinkt vielleicht zwei Bier im Jahr", erzählt seine Frau Maria. Das macht das Sammeln nicht einfacher, fehlt doch die Kausalkette "Trinken und Sammeln". Doch für Rebmann ist das kein Thema, das Bier, das über das Zusammentragen der Etiketten den Weg zu ihm findet, findet seine Abnehmer schon irgendwo, "weggeschüttet wird nichts." Seine Sammlung füllt Aktenordner, sauber sind die Etiketten auf weiße Papierbögen aufgeklebt und einsortiert. Die Herausforderung: Den Überblick behalten und keine Doubletten einsammeln. Ehefrau Maria ist mit von der Partie, wenn es darum geht, die Sammlung zu erweitern, "sie weiß eigentlich auch fast besser darüber Bescheid, was ich schon habe und was nicht", gesteht unser Sieger. Gefragt, ob es neben dem ersten Etikett noch ein anderes von besonderer Bedeutung geben würde, fängt er an, in den Ordnern zu blättern. Was er sucht? Eines mit Fritz Walter drauf, da schließt sich für den FCK-Fan der Kreis zwischen Sammelleidenschaft und Fußballfan. Und was macht das Sammeln eigentlich aus? Seine Antwort ist entwaffnend einfach: "Natürlich geht es um die Schönheit der Etiketten. Aber es geht auch darum, dass es einfach weitergeht." Kann es, weltweit gibt es über 11 000 Brauereien.

Auf einen Blick

Unsere neue Suche hat bereits begonnen. Diesmal wollen wir wissen: Wer hat die meisten Comics gesammelt? egal, ob Perry Rhodan, Lucky Luke, Micky Mouse, Asterix und Obelix, Fix und Foxi: Mitmachen kann jede Frau oder jeder Mann aus dem Saarpfalz-Kreis. unter Telefon: (0 68 94) 9 29 92 50, Fax (0 68 94) 9 29 92 59 und E-Mail: redigb@sz-sb.de. Einsendeschluss ist am Sonntag, 23. Januar. jkn

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