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"Die Verkehrsinseln werden wir bis aufs Letzte verteidigen"

"Die Verkehrsinseln werden wir bis aufs Letzte verteidigen"

Limbach. Mit so viel Resonanz hatten die meisten Mitglieder des Limbacher Ortsrates wohl nicht gerechnet: Mehr als 30 Anwohner des Wohngebiets "An der Sägemühle" hatten den Vor-Ort-Termin der Limbacher Bürgervertreter am vergangenen Montag dazu genutzt, um ihrem Ärger über geplante Neubauten und die gegenwärtige Parksituation Luft zu machen

Limbach. Mit so viel Resonanz hatten die meisten Mitglieder des Limbacher Ortsrates wohl nicht gerechnet: Mehr als 30 Anwohner des Wohngebiets "An der Sägemühle" hatten den Vor-Ort-Termin der Limbacher Bürgervertreter am vergangenen Montag dazu genutzt, um ihrem Ärger über geplante Neubauten und die gegenwärtige Parksituation Luft zu machen. Grund für den Unmut ist die vom Gemeinderat beschlossene Befreiung von Auflagen des gültigen Bebauungsplanes für das Grundstück mit der zukünftigen Hausnummer 18. "Das bedeutet, dass man auf diesem Grundstück ein Haus bauen kann, das ungefähr genauso groß wird, wie die Bauten der Hausnummern 12 und 14", so Ortsvorsteher Frank John (SPD) erläuternd. Und genau diese beiden Neubauten hatten aufgrund ihrer flächenmäßigen Ausdehnung und ihrer Bauhöhe in der Vergangenheit für viel Ärger unter den alteingesessenen Anwohnern an der Sägemühle gesorgt. Und auch die aus Sicht einiger Anwohner mit den Neubauten verbundene Verschärfung der Parksituation an der Sägemühle ließ die Emotionen hoch kochen - vor allem als Frank John die Vermutung äußerte, dass zu Gunsten der beiden geplanten Häuser weitere Verkehrsinseln wohl weichen könnten. "Diese Inseln werden wir bis aufs Letzte verteidigen", brachte Anwohner Rolf Bauer die Verstimmung vieler auf den Punkt. "Früher war es ein Paradies für Kinder hier zu spielen." Man habe, so Bauer weiter in Richtung Ortsrat, vor Jahren, als die beiden heute scharf kritisierten Neubauten entstanden, geschlafen und sei nicht rechtzeitig auf die Barrikaden gegangen. "Diese Katastrophe können wir leider nicht mehr ändern. Aber in der Zukunft sollten die Bürger in Kirkel rebellisch sein. Denn so etwas kann überall passieren." Bauer kündigte in diesem Zusammenhang auch die Gründung einer Bürgerinitiative an und sprach von einer "Baudiktatur". Einen schweren Stand hatten auch die Mitglieder des Ortsrates als Teil eines nicht an den getroffenen Entscheidungen beteiligten Gremiums, sondern auch Frank Schwarwat als Bauherr des neuen Gebäudes an der Hausnummer 18. Mit Nachdruck verteidigte er den Bau mit den gegebenen Befreiungen von Auflagen des Bebauungsplanes und wehrte sich gegen die Vorwürfe, sein Neubau würde die Parkplatzsituation verschärfen. "Wer meine Planung kennt, der weiß, dass ich mehr Parkplätze baulich vorsehe als jeder andere hier." > Weiterer Bericht folgt thw