Die Saarlandmeister im Sand

Das Wetter passte, die Party rockte. Die Saarlandmeisterschaften im Beachhandball waren beim Veranstalter TV Kirkel wieder in besten Händen. Den Sieg sicherte sich bei den Frauen der TuS Neunkirchen.

Am vergangenen Wochenende wurden unter der Regie des TV Kirkel die Saarlandmeister im Beachhandball gesucht. Auf den beiden Feldern zwischen Burghalle und Freibad waren aber auch etliche Mannschaften von außerhalb der Landesgrenzen am Start. Nach zwei spannenden Turniertagen ging bei den Männern der Sieg an Leck die Otz (HSG Irmenach-Kleinich-Horbruch), während bei den Frauen Titelverteidiger TuS Neunkirchen erneut triumphierte.

Das Endspiel bei den Männern gewann Leck die Otz sicher mit zwei gewonnenen Halbzeiten (2:0) gegen den Vorjahresmeister und Gastgeber TV Kirkel . "Wir spielen bereits seit mehr als zehn Jahren zusammen Beachhandball. Unser Name ist aus einer Laune heraus entstanden. Auf die nähere Bedeutung möchte ich nicht näher eingehen", sagte Leck-die-Otz-Spieler Jörg Bürger nach dem Finalsieg mit einem breiten Grinsen im Gesicht. "Im Finale hatten wir eigentlich mehr Gegenwehr erwartet. Wir waren aber bei diesen warmen Temperaturen froh, dass es erstaunlich glatt lief", ergänzte Bürger. Man pflege eine "super Freundschaft zu den Kirkeler Jungs" und freue sich Jahr für Jahr auf die Teilnahme an diesem "tollen Turnier". Alles sei "top organisiert", es gäbe "nie Stress" und alle Spieler seien "stets gut gelaunt". Der einzige Wermutstropfen sei, dass noch mehr Zuschauer kommen könnten.

Ein paar Meter weiter zog Kirkels Neuzugang Christian Sorg erstmals das rote und total verschwitzte Trikot des TVK aus. Er wohnt im pfälzischen Schönenberg-Kübelberg und war in den vergangenen beiden Spielzeiten für die SGH St. Ingbert aktiv gewesen. "Klar, wir sind jetzt erst einmal etwas enttäuscht über die Finalniederlage, aber das haken wir schnell ab. Beachhandball macht viel Spaß, da es hier sehr viele Kempa-Tricks und Tore aus der Drehung heraus gibt. Es ist eine andere Art von Handball, die anstrengend und eine schöne Abwechslung zum Spiel in der Halle ist", meinte Sorg.

Bei den Frauen verlief das Finale weitaus spannender. Der TuS Neunkirchen hatte die erste Halbzeit gegen den TV Hauenstein gewonnen und die zweite verloren. So musste die Entscheidung bei einem Penalty-Werfen fallen, das die Neunkircher erst in der Verlängerung knapp zu ihren Gunsten entschieden. Hauensteins Spielführerin und Torhüterin Susie Dausch war enttäuscht: "Wir sind jetzt richtig platt und wollen nur noch heimfahren. Es waren zwei richtig anstrengende Tage. Und es ist natürlich bitter, wenn du den möglichen Sieg noch aus den Händen entrissen bekommst. Letztlich hat uns auch etwas das nötige Quäntchen Glück gefehlt."

Dagegen strahlte Neunkirchens Spielerin Kristin Kuhn übers ganze Gesicht: "Das Finale war insgesamt total ausgeglichen. Ich bin froh, dass ich beim Penalty-Werfen mit einem Drehwurf zwei wichtige Punkte beisteuern konnte. Das war eine hammerharte Veranstaltung mit super Leuten, einem klasse Wetter und einer tollen Party."

Zufrieden war auch Silke Herges aus dem Organisationsstab des TV Kirkel : "Es hat rundum alles gepasst. Dass unsere Beachparty erstmals in der Burghalle statt auf dem Turnplatz stattfand, war ebenfalls ein voller Erfolg."

Zum Thema:

Auf einen BlickDas Beach-Saarland-Masters in Kirkel:Männer: 1. Leck die Otz, 2. TV Kirkel , 3. SG Venushügel, 4. Im Po Sand. Weitere Viertelfinalisten: Treverer Beach Bagage, TV Merchweiler, 1. FC Kaiserslautern , HC St. Johann Saarbrücken. Frauen : 1. TuS Neunkirchen , 2. TV Hauenstein, 3. HSV Püttlingen , 4. HC St. Johann Saarbrücken. Weitere Viertelfinalisten: ASC Quierschied, TV Kirkel , HG Saarlouis , HSG Dudweiler-Fischbach. sho