Die Grundschule Kirkel-Neuhäusel zeigte eine gelungene Zirkusshow

Zirkusshow im Zelt auf dem Schulhof : Manege frei für 160 Schulkinder

In verschiedenen Workshops haben sich die Kinder aus der Grundschule Kirkel-Neuhäusel vorbereitet. Am Samstag zeigten sie sich nun als Seiltänzerinnen, Fakire und Akrobaten im Zirkuszelt auf dem Schulhof.

Im Normalfall sind es im Zirkus ja vor allem die „Großen“, die die „Kleinen“ mit allerhand Kunststücken begeistern. Dass diese Rollenverteilung nicht unbedingt zwingend ist, bewies die Grundschule Kirkel-Neuhäusel nun bei einer tollen Zirkusshow, die in dieser Form zum zweiten Mal stattfand.

Rund 160 Schülerinnen und Schüler stellten dabei ihre künstlerischen Fähigkeiten in allen denkbaren Disziplinen unter Beweis und unterhielten die rund 250 Besucher im Zirkuszelt auf dem Schulhof der Grundschule aufs Beste. Ob bei Seiltanz, Feuershow oder Akrobatik am Trapez – die Kinder waren in ihrem Element und absolvierten im Grunde alle Kunststücke fehlerlos. Eigentlich kaum zu glauben, dass die Kinder für ihren Auftritt lediglich drei Tage Zeit zum Üben hatten. Und doch war es tatsächlich eine solch kurze Zeitspanne, in der fleißig an akrobatischen Einlagen oder einer sehenswerten Fackelshow gearbeitet wurde, wie die Grundschullehrerin Edith Schmitz erzählt. „Es gab insgesamt dreizehn Workshops, in denen Jahrgangs übergreifend rund 10 bis 20 Schüler drei Tage lang in Klassensälen und Zirkuszelt geübt haben.“

Unter der Leitung von Mitarbeitern des „Circus ZappZarap“, der auf die Arbeit mit Kindern spezialisiert ist, setzten sich die Schüler mit Zaubertricks, Seilspringen oder Leiterakkrobatik auseinander. Mit welcher Freude die Kinder am Werk waren, zeigte sich dann bei den zwei Auftritten vor großem Publikum.

Aber nicht nur der Nachwuchs trug seinen Teil zu einer tollen Veranstaltung bei, auch die Eltern und Lehrern waren mit viel Engagement bei der Sache. „Lehrer und Eltern haben gemeinsam am Pfingstmontag das Zelt aufgebaut und selbst Kunststücke eingeübt, um sie dem Nachwuchs am nächsten Tag vorführen zu können. Die Überraschung bei den Kindern war dann doch groß, als sie die Erwachsenen in der Manege sahen, denn davon haben sie vorher nichts gewusst“, so Lehrerin Schmitz mit einem Lachen. Anhand dieses Auftritts der Erwachsenen konnten sich die Kinder schließlich „ihr“ Kunststück aussuchen.

Und offensichtlich hatten alle eine gute Wahl getroffen, denn bei den Auftritten klappte (fast) alles. Los ging es mit dem Seiltanz, bei dem die Nachwuchskünstler mit Fackeln und Kegeln auf dem gespannten Seil balancierten. Viel Geschick war danach auch beim Jonglieren mit Bällen nötig. Für tolle visuelle Effekte sorgten die „Poi-Künstler“, die die Zuschauer im Dunkeln mit dem Einsatz von leuchtenden Bänder faszinierten. Mut und Selbstbewusstsein waren beim „Fakir“ gefragt, bei dem Jungen und Mädchen auf Nägeln und Glasscherben Kunststücke vorführten. Viel Körpergefühl bewiesen die Schüler beim Balancieren auf großen Gummibällen und verschiedenen akrobatischen Einlagen auf Leitern. Bei allen diesen Vorführungen wurde eines ganzes deutlich: das große Engagement und auch Talent, das die Kinder mitbrachten. „Teilweise bin ich selbst überrascht, wie gut sie das gemacht haben. Manche sind wirklich über sich hinausgewachsen“, war Lehrerin Edith Schmitz sichtlich stolz auf ihre Schüler. „Wir möchten so etwas in Zukunft noch einmal machen, damit jeder Schüler einmal in seiner Schulzeit an einer solchen Show teilnehmen kann.“

Zum Abschluss gab es schließlich noch eine Feuershow und einige spektakuläre Einlagen am Trapez zu sehen. Und vor dem Zirkuswelt wartete nach dem mit großem Applaus begleiteten Ausmarsch bereits das Schulfest auf die Kinder und ihre Eltern.

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