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Spende der Motorradfreunde: Der Spendenhelm war wieder gut gefüllt

Spende der Motorradfreunde : Der Spendenhelm war wieder gut gefüllt

Seit Jahren unterstützen die Motorradfreunde Kirkel die Elterninitaitive krebskranker Kinder. Bei ihren Veranstaltungen geht jeweils ein Motorradhelm als Spendenbüchse herum. Diesmal kamen 1500 Euro zusammen.

  „Mopeds liebe ich überhaupt nicht“ - eigentlich kann man sich bei Motorradfreunden kaum unbeliebter machen als mit so einer Aussage. In diesem Fall wurde sie jedoch mit viel Humor aufgenommen - schließlich kennen sich Norbert Graf, Arzt am Kinderonkologiezentrum der Uniklinik und Urheber des Satzes, und die Motorradfreunde Kirkel schon lange. Und auch wenn sie keine Begeisterung für ihr Hobby bei Graf hervorrufen können, so tun die Biker doch außerordentlich Gutes für die Elterninitiative krebskranker Kinder, die mit der Uniklinik eng zusammenarbeitet: Sie sammeln regelmäßig Spenden. „In den letzten Jahren haben wir insgesamt 7500 Euro zusammengekriegt“, berichtete Martin Jacob, der von anderen als „zentrale Figur“ der Motorradfreunde bezeichnet wurde. In diesem Jahr waren es wieder 1500 Euro, die eingesammelt werden konnten. Dies geschieht mittels eines zu einer Spardose umgebauten Motorradhelms, der beim Stammtisch oder bei Abschlussfahrten herumgereicht wird. Außerdem veranstalten die Motorradfreunde jedes Jahr ein Gespanntreffen am ersten Septemberwochenende, wo Spenden durch Einnahmen generiert werden. Jacob hat dieses Treffen ins Leben gerufen; es findet vom 1. bis zum 5. September zum fünften Mal statt, und zwar auf dem Caravanplatz am Naturfreibad in Kirkel.

Die Motorradfreunde Kirkel sind kein richtiger Verein, sondern nur eine „lose Zusammenschüttung von Motorradfahrern“, wie einer der acht Anwesenden bei der Spendenübergabe berichtete. Deshalb wurde in der Villa Kunterbunt im Kinderonkologiezentrum am Donnerstag kein Scheck, sondern Bargeld überreicht – denn ein gemeinsames Konto besitzen die Motorradfreunde nicht. Entstanden sei die Idee aus dem Gedanken heraus, dass es den meisten doch richtig gut gehe – sollte man da nicht jenen, denen es nicht so gut geht, etwas zukommen lassen?

Die Frau eines Bikers ist mit Sigrid Singer von der Elterninitiative befreundet, so wurde der Kontakt hergestellt. Das Geld, so berichtete Singer, würde für verschiedene Projekte eingesetzt: fürs Spielzimmer der Villa Kunterbunt, für die Nachsorgegruppen, die gerne mal klettern gehen, oder für Ausflüge der betroffenen Familien. Dieses Jahr steht zur Debatte, mal den Weihnachtsmarkt in Heidelberg zu besuchen. „Ich finde das toll, was Sie für Aktionen machen“, lobte Norbert Graf die Motorradfahrer. Das ist in der Tat nachahmenswert, wenn eine Gruppe von rund 20 Personen Jahr für Jahr eine so hohe Spende zusammenbekommt. Und wer weiß: Vielleicht schaffen es die Motorradfreunde eines Tages ja auch noch, den Arzt von ihrem Hobby zu überzeugen.