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Der Opfer gedenken, zum Frieden mahnen

Der Opfer gedenken, zum Frieden mahnen

Homburg/Bexbach/Kirkel. Am kommenden Sonntag, 15. November, ist Volkstrauertag. Dieser Gedenktag wird seit 1952 alljährlich zwei Wochen vor dem ersten Advent als Tag nationaler Trauer und Mahnung zum Frieden begangen. Ins Leben gerufen hat diesen Tag der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VdK). Mit ihm sollte an die Opfer des Ersten Weltkriegs erinnert werden

Homburg/Bexbach/Kirkel. Am kommenden Sonntag, 15. November, ist Volkstrauertag. Dieser Gedenktag wird seit 1952 alljährlich zwei Wochen vor dem ersten Advent als Tag nationaler Trauer und Mahnung zum Frieden begangen. Ins Leben gerufen hat diesen Tag der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VdK). Mit ihm sollte an die Opfer des Ersten Weltkriegs erinnert werden. Die erste offizielle Feierstunde fand 1922 im Deutschen Reichstag statt. Der damalige Reichstagspräsident Paul Löbe mahnte in seiner Rede: "Leiden zu lindern, Wunden zu heilen, aber auch Tote zu ehren, Verlorene zu beklagen, bedeutet Abkehr vom Hass, bedeutet Einkehr zur Liebe, und unsere Welt hat die Liebe Not ..." Der Volkstrauertag wurde in den meisten Ländern des Reiches am Sonntag Reminiscere, dem fünften Sonntag vor Ostern, begangen. Die Nationalsozialisten bestimmten 1934 durch ein Gesetz den Volkstrauertag zum Staatsfeiertag und benannten ihn "Heldengedenktag". Der Tag wurde auf den 16. März datiert. Damit pervertierten die neuen Machthabern den ursprünglichen Zweck. Der Tag diente der Wehrmacht und NSDAP von nun an zur Glorifizierung des "Heldentodes" für Volk, Vaterland und "Führer". Aus Trauer- und Friedensgedanke wurden Kriegsverherrlichung und Völkerhass.Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Tradition des Volkstrauertages wieder aufgenommen. In der DDR wurde ein "Internationaler Gedenktag für die Opfer des faschistischen Terrors und Kampftag gegen Faschismus und imperialistischen Krieg" eingeführt. Die SED-Führung verordnete ihren Bürgern einen staatlich angeordneten Antifaschismus und machte "für viele Menschen aus einem ehemals authentischen und glaubwürdigen Antifaschismus ein ideologisches Herrschaftsinstrument zur moralischen Legitimierung der SED", wie es der ehemalige Bundestagspräsident und jetzige Vize, Wolfgang Thierse, einmal beschrieb. In der Bundesrepublik wurde der Gedenkfeiertag - auch in Abgrenzung zum Nationalsozialismus - in den November gelegt. Im Bundestag wird am Sonntag Bundespräsident Horst Köhler die offizielle Gedenkrede halten. In vielen Gemeinden finden am Samstag und Sonntag Gedenkveranstaltungen statt. Auch in unserer Region gibt es zahlreiche Veranstaltungen:HomburgHomburg-Mitte: Sonntag, 15. November, elf Uhr, Friedhof Homburg-Mitte.Beeden: Sonntag, 15. November, elf Uhr, Ehrenmal.Bruchhof-Sanddorf: Sonntag, 15. November, 14 Uhr, Friedhof in Sanddorf.Einöd: Samstag, 14. November, 16 Uhr, Ehrenmal am Friedhof.Erbach-Reiskirchen: Sonntag, 15. November, 11.15 Uhr, Ehrenmal in der Fabrikstraße.Jägersburg: Sonntag, 15. November, 9.30 Uhr, Leichenhalle.Kirrberg: Samstag, 14. November, 19 Uhr, Ehrenmal.Schwarzenacker: Sonntag, 15. November, 10.30 Uhr, Ehrenmal (Friedhof).Schwarzenbach: Sonntag, 15. November, elf Uhr, Aussegnungshalle.Websweiler: Sonntag, 15. November, 15 Uhr, Friedhof Websweiler.Wörschweiler: Samstag, 14. November, 17.30 Uhr, Ehrenmal.BexbachStadt Bexbach: Sonntag, 15. November, 11.30 Uhr, Friedhofshalle und am Ehrenmal.Oberbexbach: Sonntag, 15. November, 10.30 Uhr, Mahnmal auf dem Friedhof.Frankenholz: Sonntag, 15. November, zehn Uhr, Ehrenmal.Höchen: Sonntag, 15. November, elf Uhr, Ehrenmal.Kleinottweiler: Sonntag, 15. November, 10.30 Uhr, Ehrenmal auf dem Friedhof.Niederbexbach: Sonntag, 15. November, elf Uhr, Friedhofshalle und am Ehrenmal.KirkelAltstadt: Sonntag, 15. November, 9.30 Uhr, in der Martinskirche innerhalb des Gottesdienstes.Kirkel-Neuhäusel: Sonntag, 16. November, 11.15 Uhr, Friedhof mit Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegungen am Ehrenmal.Limbach: Sonntag, 15. November: 11.30 Uhr, Leichenhalle, mit Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegungen am Ehrenmal.