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Der Nikolaus ist trotz Kutschenschaden sicher gelandet

Der Nikolaus ist trotz Kutschenschaden sicher gelandet

Kirkel-Neuhäusel. Zwei Tage lang drehte sich an der Goethestraße in Kirkel-Neuhäusel vieles um den traditionellen Weihnachtsmarkt (wir berichteten)

Kirkel-Neuhäusel. Zwei Tage lang drehte sich an der Goethestraße in Kirkel-Neuhäusel vieles um den traditionellen Weihnachtsmarkt (wir berichteten). Ausgerichtet durch die Interessengemeinschaft Kirkeler Weihnachtsmarkt und den Ortsrat und unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Frank John und Ortsvorsteher Hans-Peter Schmitt, stemmten sich von Samstagnachmittag an in Eisenbergers Hof Vorweihnachtsfreudige gegen die Unbilden des Novemberwetters und trotzten ihm mit Glühwein und allerlei anderen Leckereien.

Mit einem Gottesdienst in der protestantischen Friedenskirche hatte der Markt am Samstag um 17.30 Uhr begonnen. Der Schulchor der Grundschule Kirkel sorgte für den stimmungsvollen Einstieg in die Vorweihnachtszeit, keine schlechte Idee angesichts des Regens vor der Kirchentür. Am Sonntag dann ging es schon um 13 Uhr los. Wem es, trotz Unterstandmöglichkeiten, an den Ständen in Eisenbergers Hof zu kalt, zu nass oder, im schlimmsten Fall, zu kalt und zu nass war, der war gut beraten, in der nahe gelegenen Schulturnhalle der Grundschule einen Blick auf die Bilderausstellung von Kirkeler Künstlern, aber auch von auswärtigen Kunstschaffenden, zu werfen.

Dazu einen selbstgebackenen Kuchen und einen Kaffee, angeboten von der ökumenischen Sozialstation, und schon war zumindest für eine Weile das schlechte Wetter kein wirkliches Thema mehr.

Der Höhepunkt des Kirkeler Weihnachtsmarktes war auch in diesem Jahr der Besuch des Nikolauses am Sonntagnachmittag. Trotz teils strömendem Regen hatten sich zahlreiche Kinder samt ihrer wetterfesten Eltern in Eisenbergers Hof eingefunden, um zu schauen, was der Nikolaus an Süßem und Leckerem auch in diesem Jahr mitgebracht hatte.

Die Anfahrtslogistik des Mannes mit dem Rauschebart gestaltete sich allerdings etwas spannender als in den Jahren zuvor: Hatte er die Reise vom Pol nach Kirkel noch ohne größere Schwierigkeiten gemeistert, so blieb dem Gespann auf den letzten Metern doch die Luft, oder besser, der Strom weg. Die Zugmaschine der Nikolauskutsche, ein kleiner roter Traktor, entschied sich im Regen des Nachmittags für einen Kurzschluss und damit für die zwischenzeitliche Betriebsaufgabe.

Doch der Herr des mechanischen Rentiers, Jörg Erbelding vom Oldtimerclub Kirkel-Limbach, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. "Das kriegen wir wieder hin, den Traktor müssen wir nur ordentlich anschieben oder anziehen", wies er bestimmt das Angebot zurück, die Kutsche samt Nikolaus per pedes zum Ort des Geschehens zu bringen. Und Jörg Erbelding sollte Recht behalten: Mit nur ein klein wenig Verspätung und gezogen vom wiedererstarkten Traktor erreichte der Nikolaus auch in diesem Jahr sein Ziel. thw