Der knackigen Kälte mit heißem Glühwein getrotzt

Der knackigen Kälte mit heißem Glühwein getrotzt

Viele Besucher ließen es sich nicht nehmen, auch in diesem Jahr einen der schönsten Weihnachtsmärkte der Region zu besuchen. Wieder einmal wurde es im Pfarrgarten der Elisabeth-Kirche so richtig festlich.

Der Limbacher Weihnachtsmarkt ist ohne Zweifel einer der schönsten in der Region. Ausgerichtet im Pfarrgarten hinter der Elisabeth-Kirche ist die Vorweihnacht dort nicht nur Anziehungspunkt für die Menschen aus dem Ort selbst, mit den Jahren hat sich der besondere Charakter auch weit über die Grenzen Limbachs hinaus herumgesprochen. Und das zieht auch einige Gäste von außerhalb in das schmucke Budendorf hinter der Kirche.

Dabei steht in Limbach Tradition für echte Verlässlichkeit, seit Jahren sind es mehr oder minder die Gleichen, die dafür sorgen, dass Vorweihnacht auch wirklich Vorweihnacht ist: Der Musikverein Limbach , es Hexeheisje, es Clippche, die Oldtimerfreunde, die Jusos, die Wolverines, die Montagsstrahler, die Limbacher, der Förderverein der Elisabeth-Kirche, die Limbacher Straußbuwe und Straußmäde - sie alle sorgten auch in diesem Jahr wieder dafür, dass der Limbacher Weihnachtsmarkt ein Erfolg wurde. Mit Sicherheit ein wichtiger Erfolgsfaktor, vor allem am bestens besuchten Samstagabend, waren die knackig-kalten Temperaturen. Da schmeckte der Glühwein und alles, was die Pfannen und Töpfe an Heißem hergaben, gleich doppelt so lecker. Und davon gab es reichlich und in reichlicher Auswahl. Von Crèpes, Waffeln und gebrannten Mandeln über Chili con Carne, Flammkuchen und Chicken Nuggets bis hin zu Dippelappes, Kartoffelsuppe und den legendären Wurstbroten des Fördervereins der Elisabeth-Kirche. Das Motto: Hauptsach' gudd gess!

Noch als ziemlich neuer Teil des Limbacher Weihnachtsmarktes, weil erst zum zweiten Mal mit dabei, präsentierte sich das Begegnungscafe des TV Limbach , organisiert zusammen mit der Nachbarschaftshilfe und Limbacher Neubürgern aus Syrien. Am Samstagabend sorgte Martina Reith, die erste Vorsitzende des TV Limbach , zusammen mit ihrer Mitstreiterin Maria Diehl für einen reibungslosen Ablauf im Zelt des Cafes - und das sichtlich gut gelaunt. "Es läuft wirklich gut", freute sich Reith im Gespräch mit unserer Zeitung, während sich Diehl und zwei junge syrische Helfer kurz alleine um die Versorgung der Gäste kümmerten. "Wir sind inzwischen ein eingespieltes Team", erzählte Reith, die mit dem Begegnungscafe nun zum vierten Mal Präsenz zeigte - so beim Limbacher Weihnachtsmarkt 2015, beim Limbacher Maimarkt 2016, beim Biosphärenfest in der Gemeinde und jetzt eben, als "erste Wiederholung", beim diesjährigen Weihnachtsmarkt. "Dieses Team ist aber kleiner geworden. Und das ist ja von uns auch so gewollt, denn wenn es den Flüchtlingen gelingt, sich zu integrieren, Arbeit zu finden und sie dann vielleicht auch wegziehen, dann werden es eben weniger."

Das Angebot des Begegnungscafes werde gut angenommen, "die Gäste mögen die Atmosphäre, sie mögen das Essen, das wir hier anbieten. Dieses Essen kommt aus den Küchen unserer Syrer und aus den von Mitgliedern unseres Turnvereins." Mit rund 25 Helfern sei sie im Einsatz, rechnete Reith zusammen - und fasste ihr eigenes, andauerndes Engagement so in Worte: "Das macht man mit Liebe."