Chance für junge Fotografen

Kirkel. "Es geht mir darum, jungen Fotografen eine Plattform zu bieten, eine Plattform im echten Leben, abseits von der verführerischen, oft aber auch trügerischen Welt des Internets." Der Limbacher Fotografie-Schaffende Thorsten Wolf hat sich für seine Saisoneröffnungsausstellung "..

Kirkel. "Es geht mir darum, jungen Fotografen eine Plattform zu bieten, eine Plattform im echten Leben, abseits von der verführerischen, oft aber auch trügerischen Welt des Internets." Der Limbacher Fotografie-Schaffende Thorsten Wolf hat sich für seine Saisoneröffnungsausstellung "... mal so gesehen" im Frühjahr 2010 ein etwas anderes Projekt einfallen lassen: Neben eigenen Werken und der geplanten Präsenz von zwei weiteren Fotografen, Bernd Saller aus Pohlheim in Hessen und Ernst Alexander aus Köln, will Wolf einen Ausstellungsbereich eigens für Arbeiten junger Fotografen aus der Region schaffen. "Gerade diesen jungen Fotografen steht eher selten die Möglichkeit offen, ihre Werke in der realen Welt einem echten Publikum zu präsentieren. Oft sind Plattformen im Internet der erste und nicht selten einzige Weg, die eigenen Arbeiten zu zeigen." Das sieht Wolf nicht nur als Vorteil. "Es ist etwas ganz anderes, ob man entrückt im Internet Arbeiten zeigt, die auf einem kleinen Bildschirm kaum Wirkung zeigen können, oder ob man sich in einer Ausstellung der direkten Kommunikation mit Betrachten stellt und seine eigene Arbeit als Teil eines realen Raumes wahrnimmt." Als einen Wettbewerb will Wolf das Projekt, 15 Ausstellungs-Einzelflächen sind zu vergeben, nicht verstanden wissen, gleichwohl er dem Ganzen Grenzen setzt, auch inhaltlich-technische. "Gefragt sind die Arbeiten von Fotografinnen und Fotografen bis 25 Jahre. Der Stil sollte klassische Fotografie in Farbe oder schwarz-weiß sein." Deutliche Manipulationen, so Wolf, sollten nicht zu finden sein. Und ein Grundthema hat das Ganze auch noch: "Das Projekt steht unter dem Motto 'Da - nicht da' und soll Fotografien fordern, die die Präsenz des Menschen zeigen, ohne ihn selbst im Bild festzuhalten." Die Entscheidung, ob ein Werk gezeigt wird oder nicht, trifft Wolf selbst. "Für ein 'Ja' ist das Einhalten der technischen Vorgaben, die bildredaktionelle Relevanz und natürlich auch das zeitgerechte Vorstellen der Bilder entscheidend." Bis 15. Februar sollten die Arbeiten eingereicht sein. Als Ausstellungsraum für die Projekt-Schau wird erneut die alte Schmiede und Schlosserei von Heinrich Wolf in Kirkel-Altstadt dienen. Dort hat Thorsten Wolf, mit dem pensionierten Schlossermeister weder verwandt noch verschwägert, in einem vorgelagerten Gebäude seine Werkstatt-Galerie, auf Schmiede und Schlosserei kann er bei Ausstellung dank der Unterstützung von Heinrich Wolf und dessen Frau Inge zurückgreifen. Neben eigenen Arbeiten und den Beiträgen junger Fotografen sind als weitere wesentliche Bestandteile der zweitägigen Ausstellung Arbeiten von Ernst Alexander aus Köln und Bernd Saller aus dem hessischen Pohlheim zu sehen. Zeigt der eine, Ernst Alexander, kunstvolle und farbkräftige Aufnahmen aufwändig tätowierter Menschen, so wird Bernd Saller Schwarz-Weiß-Reportage-Aufnahmen aus einer Psychiatrie vorstellen, aufgenommen vor 25 Jahren. redwww.thorsten-john-wolf.de

Auf einen BlickWer sich für eine Teilnahme mit einer eigenen fotografischen Arbeit zum Thema "Da - nicht da" an der Saisoneröffnungsausstellung "... mal so gesehen" von Thorsten Wolf interessiert, der kann sich via E-Mail oder postalisch für einen der insgesamt 15 Ausstellungsplätze empfehlen. Die Adressen: info@thorsten-john-wolf.de oder Thorsten Wolf, Ludwigsthaler Straße 4, 66459 Kirkel-Limbach. Die Vorlage sollte elektronisch eine Kantenlänge von mindestens 4000 Pixeln haben, Ausbelichtungen als Vorlage sollten mindestens eine Kantenlänge von 30 Zentimetern an der längsten Seite haben. Die Werke sollten bis zum 15. Februar vorgestellt werden. Weitere Infos gibt es telefonisch unter (0170) 651 98 01. red