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Bürgerbus in Kirkel neu gestaltet.

Bürgerbus Kirkel : Neu gestalteter Bus wartet auf seinen Einsatz

Die Initiative Bürgerbus in der Gemeinde Kirkel leidet derzeit unter der anhaltenden Corana-Krise. Die Räder stehen entsprechend still.

Von den gegenwärtigen Beschränkungen des öffentlichen Lebens ist auch der Kirkeler Bürgerbus betroffen. Dessen Betrieb wurde ab dem 16. März corona-bedingt eingestellt. Acht ehrenamtliche Fahrer engagieren sich deswegen zwischenzeitlich in der Kirkeler Nachbarschaftshilfe (wir berichteten). Doch auch, wenn der Bus selbst aus dem Straßenbild der Gemeinde erstmal verschwunden ist, untätig ist der Trägerverein um seinen ersten Vorsitzenden Hans-Peter Schmitt nicht.

So konnte der frühere erste Beigeordnete der Gemeinde vor einigen Tagen einen neu gestalteten Bus vorstellen. In Zusammenarbeit mit dem Kirkeler Unternehmen Engeldinger, einem Fachbetrieb für Fahrzeugdesign und Fahrzeugbeschriftungen, wurde das Gefährt des Vereins großflächig mit markanten Motiven aus der gesamten Gemeinde gestaltet. Nun zieren die Kirkeler Burg, die Limbacher Elisabethkirche und der Altstadter Glockenturm die Fahrzeugseiten. Das Ganze, wie Hans-Peter Schmitt anlässlich der Fahrzeugübergabe erläuterte, sei dabei nicht nur unter ästhetischen Gesichtspunkten zu sehen. „Aus den Reihen der Fahrer kam schon früh der Wunsch, den Bus ein bisschen aufzupeppen, damit er eher von der Bevölkerung deutlicher wahrgenommen wird. Das war ein guter und schöner Gedanke. Aber es gilt eben der Grundsatz: ohne Moos nix los.“ Und gerade zum Start des Kirkeler Bürgerbusses sei es der primäre Wunsch gewesen, einfach loszulegen.

Nachdem nun aber mehr als ein Jahr seit der Aufnahme des Busbetriebs vergangen und zudem das Unternehmen Engeldinger dem Verein entgegen gekommen sei, „ist es uns jetzt möglich gewesen, den Bus mit entsprechenden Folien neu zu gestalten“. Damit erfülle sich zum einen der Wunsch des Fahrerteams nach einem auffälligeren Bus, zum anderen trage das Fahrzeug nun Identifikationsmerkmale der Gemeinde. „Wir als Team legen immer wieder großen Wert darauf, dass wir ein Bürgerbus für die Gesamtgemeinde sind, für alle drei Ortsteile. Und ich denke, dass es uns durch die Motivauswahl sehr gut gelungen ist, dies zu vermitteln.“ Dass diese Ziele erreicht werden konnten, habe man der Firma Engeldinger zu verdanken. Er selbst, so Schmitt, sei vom Ergebnis begeistert. „Ich bin mir sicher, dass der 31. März, der Tag der Übergabe des neu gestalteten Fahrzeugs, als ein markantes Datum in der Vereinsgeschichte in Erinnerung bleiben wird.“ Firmenchef Klaus Peter Engeldinger erzählte am Rande der Vorstellung des neu gestalteten Bürgerbusses ein bisschen von der Geschichte, die letztlich zum nun sichtbar wertigen Ergebnis geführt habe. „Hans-Peter Schmitt und ich haben viel darüber gesprochen, haben uns viel überlegt. Und letztlich sind wir dann zum Schluss gekommen, dass die Gemeinde eigentlich alles an Motiven mitbringt, was man braucht – um etwas Schönes zu gestalten.“ Die Verwaltung habe diese Motive bereitgestellt, sein Unternehmen dann diese Vorlagen entsprechend grafisch umgesetzt und als Folie aufs Fahrzeug gebracht. Rund drei Wochen hätten die Überlegungen, Planungen und Vorbereitungen gedauert, die eigentliche Folierung habe dann drei Tage benötigt.

Wie für all diejenigen, die unmittelbar oder mittelbar von der Corona-Pandemie betroffen sind, kommt die aktuelle Situation für den Kirkeler Bürgerbus-Verein zur Unzeit. Nachdem man im vergangenen Jahr zuerst etwas schwach gestartet sei, hätten sich die Fahrgastzahlen danach deutlich nach oben entwickelt, „wir haben einen enormen Aufschwung erlebt“. Nun aber sei die angestrebte Zahl von 3000 Fahrgästen im Jahr 2020 in Frage gestellt, so Schmitt. „Wie lange wir pausieren müssen, ist noch nicht klar. Gegenwärtig steht der 20. April im Raum.“ Immerhin habe man die vergangenen Tage des Betriebsstillstandes dazu nutzen können, eben den Bus neu zu gestalten. Klar sei allerdings auch: „Die Entwicklung des Bürgerbus-Vereins hat nun einen Dämpfer erhalten.“

Hans-Peter Schmitt ließ abschließend aber keinen Zweifel daran aufkommen, dass man, wenn der Betrieb endlich wieder möglich ist, als bislang einziger Bürgerbus im Saarland wieder wie gewohnt am Start sein will – und dann mit einem neu gestalteten Fahrzeug.