Beeindruckend realistisch

Kirkel-Neuhäusel. "Fantastischer Realismus" nennt sich eine sehenswerte Ausstellung, die derzeit im Bildungszentrum Kirkel der Arbeitskammer zu sehen ist. Gezeigt werden fotorealistische, aber auch surreal auf den Betrachter wirkende Bilder des in Homburg geborenen Künstlers Andreas Veith

Kirkel-Neuhäusel. "Fantastischer Realismus" nennt sich eine sehenswerte Ausstellung, die derzeit im Bildungszentrum Kirkel der Arbeitskammer zu sehen ist. Gezeigt werden fotorealistische, aber auch surreal auf den Betrachter wirkende Bilder des in Homburg geborenen Künstlers Andreas Veith. "Die hochwertigen Werke sind bis ins letzte Detail genau gezeichnet, fotogenau getroffen und erscheinen dadurch beeindruckend realistisch", erklärte der Leiter des Bildungszentrums, Erwin Irmisch, bei der Eröffnung von Veiths bereits vierter Ausstellung im Bildungszentrum. Doch die Kunst von Andreas Veith geht weit über die Darstellung von fotorealistischen Szenen hinaus. Zu sehen ist ein fesselnder Querschnitt seines bisherigen künstlerischen Schaffens mit einer Auswahl an Gemälden, Zeichnungen und Entwürfen aus den letzten 20 Jahren. "Entdecken Sie die eindringliche, ideenreiche und farbintensive Welt des Andreas Veith", lud Irmisch die Besucher zu einer Entdeckungsreise ein. Seine Sujets findet Veith in der naturalistischen und fassbaren Welt, manchmal sind es aber auch aktuelle politische Themen, welche ihn bewegen und die er in seiner ganz eigenen Art interpretiert. Beeinflusst ist Veith von den Surrealisten René Magritte und Salvador Dalí, durch die er das Universum des Surrealen kennen gelernt hat. "Bei ihm verschmelzen reale und surrealistische Szenen, welche seiner Vorstellungskraft entspringen, zu faszinierenden, ansprechenden und manchmal provokanten Kunstwerken", erklärte Michael Braun, der in die Ausstellung einführte. Veith arbeite viel mit Dynamik und Perspektive und bevorzuge opake, gut deckende Farben von hoher Qualität, welche glänzend trocknen. Fasziniert ist Veith seit Jugend an von der Airbrush-Pistole. Diese Technik erlaubt es ihm, feinste Farbverläufe zu erstellen und ist noch heute sein bevorzugtes Stilmittel. Zudem setzt er auch Schwamm und Pinsel ein. Darüber hinaus verstehe sich der zweimalige Arno Art Award-Gewinner der internationalen Zeitschrift Art Scene mehr als Maler denn als Airbrush-Künstler, so Braun. Als Folge daraus sind in der Ausstellung im Bildungszentrum Gemälde, Zeichnungen und Entwürfe zu sehen, die Veiths experimentellen künstlerischen Selbstfindungsprozess mit unterschiedlichen Materialien und Techniken widerspiegeln. Dabei provoziert er nicht durch Hässlichkeit, seine Intention ist die Kunst des Ästhetischen. Seine mittlerweile noch detailreicheren Bilder sind so ungewöhnlich, so unglaublich und so voll von Dingen, welche seiner Fantasie entspringen, dass d sie jeden Betrachter in den Bann ziehen. Für die musikalische Umrahmung der Vernissage sorgte das Duo Quid Pro in der Besetzung Udo Lovisa (Saxophon) und Uwe Hill (Gitarre, Gesang).

Auf einen BlickDie Ausstellung "Fantastischer Realismus" im Bildungszentrum Kirkel der Arbeitskammer dauert noch bis zum 17. Dezember. Gezeigt werden fotorealistische Arbeiten des Künstlers Andreas Veith. Geöffnet ist die Ausstellung montags bis samstags von acht bis 18 Uhr und sonntags von acht bis 14 Uhr. Weitere Infos unter bzk@arbeitskammer.de und unter Telefon (0 68 49) 90 90. re