Bauarbeiten auf der Windschnorr in Limbach abgeschlossen

Straßenbau : Verkehr durch den Kreisel rollt wieder

Fazit von Bürgermeiter Frank John nach der knapp vierwöchigen Bauzeit: Das große Chaos ist ausgeblieben

Viele Wochen lang hat eine Großbaustelle in Limbach im Bereich der Windschnorr die Verkehrslage auch in der Großregion Homburg bestimmt. Einige Umleitungen waren nötig, um die Baustelle auf einem der Hauptzubringer zwischen den Autobahnen A8 und A6 zum umfahren. Großräumig gab es die Möglichkeit, über die A6 und die B 423/Bexbacher Straße von und nach Homburg auszuweichen. Kleinere Umfahrungen gab es über die Zweibrücker Straße und Beeden. Und auch innerorts von Limbach und Altstadt hatte man entsprechende Umleitungen eingerichtet. Vor Beginn der Baustelle hatte es große Befürchtungen gegeben.

Nicht wenige, gerade in Limbach, hatten die Angst, die Verkehrsverlagerung von der Windschnorr auf die Umleitungsstrecken, aber auch die zeitlich vorgelagerten Arbeiten im Bereich der Ost-Umgehung und der Limbacher Hauptsstraße, könnten zu einem Verkehrschaos führen. Das blieb aus, so zumindest die klare Einschätzung von Kirkels Bürgermeister Frank John. Als Grund dafür, dass es bei weitem verkehrstechnisch nicht so schlimm gekommen war, wie im Vorfeld befürchtet, nannte der Verwaltungschef vor allem die gute Abstimmung zwischen der Gemeinde, dem Saarpfalz-Kreis und dem Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) als Träger der rund zweimonatigen Baumaßnahme.

„Zunächst einmal gilt es festzuhalten, dass schon weit vor Beginn der eigentlichen Baustelle und während deren Abwicklung selbst die Abstimmung zwischem dem Landesbetrieb für Straßenbau und der Gemeinde sehr, sehr gut war. Wir sind über alle Entwicklungen, die sich über eine solche Bausstellen-Länge hinweg ergeben, sehr genau informiert worden. Das ist schon mal ein Fazit, das man ziehen kann.“

Im Blick auf die gesamte Baumaßnahme hätten sich dabei die ersten Abschnitte im Bereich der Limbacher Ost-Umgehung und der Hauptstraße als verkehrstechnisch eher unspektakülär erwiesen, so John. „Natürlich gab es eine Verdrängung auf die Nebenstraßen.“ Hier habe man aber schon vorab mit Halteverboten entsprechende Vorkehrungen getroffen. „Das hat sehr gut geklappt, die Halteverbote wurden auch größtenteils eingehalten.“ In einem Prozess von „Learning by doing“ habe man während der Baumaßnahmen auch immer wieder reagiert, „haben geschaut, wo es ein bisschen hakt und haben dort dann auch mit dem Kreis als zuständiger Verkehrsbehörde zusammen gearbeitet.“ Ergebnis dieser Zusammenarbeit sei eine verstärkte Kontrolle der Halteverbotsszonen in den Ausweichstrecken und auch Geschwindigkeitskontrollen gewesen. Denn: „An einigen Stellen, so in der Friedrichsstraße, wurde dann gefühlt doch zu schnell gefahren. Das haben auch die Messungen wohl bestätigt.“

Schwierigkieten mit dem Einhalten des Halteverbots habe es vor allem in der Limbacher Bahnhofsstraße gegeben, dort habe man folgerichtig dann ein größereres Augenmerk darauf gelegt, denn diese Route sei die Ausweichstrecke für Busse gewesen, wie John verdeutlichte. „Dort war das notwenig!“

Die gesamte Baustellenabwicklung sei wirklich gut gelaufen, dass es am Ende beim letzten Bauabschnitt, den Arbeiten entlang der Windschnorr im Bereich der Kreisel an der Limbacher Ortseinfahrt, dann etwas länger gedauert habe als ursprünglich geplant, das sei schlicht den zu diesem Zeitpunkt extrem hohen Temperaturen geschuldet.

Was John gegenüber besondes erwähnte, das war die teilweise Neugestaltung eben des Kreisels. Die Neugestaltung des Innenbereichs und der Zufahrten von und nach Homburg führten nun dazu, dass der Verkehr sicherer fließe. „Man hat die Situation entschärft, in dem man den Radius des Kreisel und damit auch den Abstand zwischen den Zufahrten vergößert hat. Man muss jetzt eine richtige Kurve fahren. Und wer eine Kurve fahren muss, der wird automatisch langsamer.“ Nicht unerwähnt ließ John aber auch die durchaus phasenweise schwierige Situation auf der Umleitungsstrecke über Altstadt und dort über die Homburger Straße. Hier sei es auch mal zu stärkeren Staus gekommen. John abschließendes Fazit, auch vor dem Hintergrund von eher wenigen Beschwerden: „Das Chaos ist ausgeblieben. Es lief besser als befürchtet. Es zahlt sich aus, wenn man vorher alles bespricht“.

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