Ausstellung von Rudolf Schappert in Kirkel

Vom 11. Juni bis 15. August : Malerei und Fotografie in Kirkel

Rudolf Schappert zeigt seine Arbeiten im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel. Eröffnet wird die Schau in der kommenden Woche am Dienstag, 11. Juni.

Es sind nur noch wenige Tage, dann wird am Dienstag, 11. Juni, die bis 15. August laufende Ausstellung „Rudolf Schappert – Malerei und Fotografie“ im Bildungszentrum Kirkel eröffnet. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Platzreservierung aber erforderlich.

Rudolf Schappert wurde 1951 in Homburg geboren, er studierte nach dem Abitur Deutsch und Bildende Kunst und war bis 2014 als Lehrer tätig. Schon sehr früh interessierte er sich für die Informelle Malerei, hieß es zum Hintergrund. Es entstanden experimentelle Arbeiten mit verschiedenen Materialien. Die aktuellen Bilder entstehen in einer eigenen Materialtechnik. Zunächst werden mit einer selbst hergestellten Paste die Grundstrukturen des Bildes aufgetragen. Das Bild erhält dadurch einen reliefähnlichen, dreidimensionalen Aufbau und eine starke räumliche Wirkung. Danach arbeitet Schappert mit Ölfarben in stark lasierender Malweise. Die vorzugsweise verwendete Jute als Malgrund und die aufgetragene Quarzsandmischung betonen den Materialcharakter der Arbeiten. Die Farbigkeit reduziert sich wiederum auf das Vorgefundene in der Natur: Brauntöne, Erdfarben, Farbigkeiten von Gesteinsschichten und verschiedene Materialien, die der Verwitterung ausgesetzt sind. Schapperts Ideen für neue Bilder entwickeln sich während seiner Reisen nach Skandinavien, in die Bretagne und auf die britischen Inseln.

Die fotografischen Arbeiten entstehen dabei überwiegend auf seinen Reisen. Ihn interessiert dabei nicht das Alltägliche, sondern eher unscheinbare Objekte, wie beispielsweise eine alte, an einem Strand in der Bretagne „entsorgte“, Autobatterie, Strandgut, Steine oder ein Nagel an einer norwegischen Stabkirche. Er fotografiert meist mit einem Makro-Objektiv, das Details, die Materialbeschaffenheit und filigrane Strukturen besonders zur Geltung bringt. Die Bilder werden nicht digital bearbeitet.

Die Laudatio am kommenden Dienstagabend, 11. Juni, hält Sarah Maurer, Studentin der Kunstgeschichte und Philosophie, halten. Für die musikalische Umrahmung sorgen Manuel Sattler und Simon Bollinger.

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