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Auch die kleinste Hilfe kann wertvoll sein

Auch die kleinste Hilfe kann wertvoll sein

Der Kirkeler Arbeitskreis für gemeindenahe Integration in das Leben, kurz Agil genannt, hilft Flüchtlingen in verschiedensten Bereichen. Die rund 30-köpfige Helfertruppe könnte personelle Verstärkung gut brauchen.

Er koordiniert die Flüchtlingshilfe in Kirkel-Neuhäusel , weiß, wo's fehlt und was fehlt: Josef Homberg vom Arbeitskreis für gemeindenahe Integration in das Leben in Kirkel (Agil) appelliert an seine Mitbürgerinnen und Mitbürger, sich verstärkt in der Betreuung und Begleitung von Flüchtlingen zu engagieren.

"Wir betreuen Stand heute 60 Personen in Kirkel-Neuhäusel , das sind zum Teil Familien mit Kindern vom Kleinkind bis zum Jugendlichen, aber auch eine Reihe von Wohneinheiten für Männer." Die kennen sich laut Homberg zum Teil schon aus Lebach, "wir sind natürlich darauf bedacht, dass die Chemie sich intern entwickelt", sagte der 70-Jährige gestern im Gespräch mit unserer Zeitung.

Untergebracht sind die Flüchtlinge in Kirkel-Neuhäusel "bisher und auf absehbare Zeit" in Wohnungen und Wohnhäusern, die von der Gemeinde angemietet worden sind. "Wir sind mit den Wohnbedingungen positiv zufrieden", meint Homberg. Klar ist den engagierten Helfern von Agil aber auch, dass mit der Zahl der Flüchtlinge auch der eigene Personalbedarf steigt. "Wir haben im Arbeitskreis derzeit rund 30 Personen, die in den unterschiedlichsten Aufgaben helfen: 10 bis 12 sind direkt in die Betreuung eingebunden, acht in der Sprachförderung, weitere drei in den Begleitdienst beim Einkaufen, einige Frauen arbeiten in der DRK-Kleiderkammer mit. Andere Helfer machen etwa Fahrdienste zur Tafel." Ganz wichtig wären mehr Leute für die Betreuung, so dass etwa eine Tandem-Lösung, wie Homberg sie nennt, also doppelte Helfer-Besetzung für eine Flüchtlingseinheit, zu realisieren sei. Zweiter Schwerpunkt bleibt das Thema Sprache. "Wir haben zum Glück zwei, drei Syrer dabei, die Englisch sprechen, das ist sehr wichtig". Außerdem werde versucht, Begleitung, etwa zum Arzt, möglich zu machen. "Bis jetzt ist das Netz der Hilfen noch einigermaßen solide."

Trotzdem werden dringend Helfer gebraucht, wird der Agil-Mitarbeiter nicht müde, zu betonen: "Jede Aufgabe, auch die kleinste Hilfe, ist wertvoll für uns." Zwar hätten die Anfragen mit Hilfsangeboten nicht gerade zugenommen, aber Homberg ist zuversichtlich, dass sich noch Leute bereit erklären, zu helfen. "Oft fragen sich die Menschen, ob sie nicht schon zu alt wären für diese Tätigkeit. Das muss jeder für sich entscheiden, aber Mut dazu wollen wir auf jeden Fall machen. Wenn jede zweite Woche eine Einheit Flüchtlinge, das können eine Familie oder auch fünf Männer sein, neu kommt, brauchen wir zwei Helfer mehr", so Homberg. Mittlerweile werden auch Flüchtlinge selbst in der Hilfe eingesetzt.

Wer helfen will: Josef Homberg ist unter Tel. (0 68 49) 67 85 zu erreichen.