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Altstadter Friedhof soll neu gestaltet werden

Altstadter Friedhof soll neu gestaltet werden

„Altstadt gehen die Gräber aus“, sagte Christof Weis, zuständiger Mann bei der Gemeindeverwaltung vor dem Altstadter Ortsrat. Seine vorgestellten Umstrukturierungspläne für den Friedhof akzeptierte der Ortsrat einstimmig.

Während andernorts das Thema "Friedhöfe" teils heftig und hitzig diskutiert wird, scheint in Altstadt bei diesem Thema Ruhe zu herrschen. Diesen Eindruck zumindest vermittelte die Sitzung des Altstadter Ortsrats am vergangenen Dienstagabend. Vor Ort ließ sich das Gremium um seinen Vorsitzenden Peter Voigt (SPD ) von Christof Weis, dem für das Friedhofswesen Zuständigen bei der Kirkeler Bauverwaltung die aktuellen Umstrukturierungspläne erläutern. Diese sehen vor, so Weis, zwei im vorderen Bereich gelegene Grabfelder neu zu organisieren. Auch soll eine der Mauern saniert werden "Hier habe ich die entsprechenden Aufträge vergeben. Denn wenn wir diese Mauer noch lange so stehen lassen, wird sie eines Tages zusammenfallen." Über den Sommer hinweg solle diese Aufgabe erledigt werden.

Zu grundsätzlichen Konzeption des Altstadter Friedhofs erläuterte Weis vorab die Ausgangsposition. "In Altstadt gehen die Gräber zur Neige. Deswegen müssen wir uns dringend etwas überlegen." Denn: Der Altstadter Friedhof könne nicht baulich erweitert werden. "Wir müssen also mit dem Platz auskommen, den wir hier haben." Deswegen sei die Idee, in der Belegung zwischen Einzel- und Tiefengräbern zu unterscheiden. Dies würde bedeuten, die beiden Grabfelder im Eingangsbereich links und rechts des Hauptweges entsprechend diesen beiden unterschiedlichen Nutzungen zu widmen.

Bei dieser geplanten Neuorganisation sei zu beachten, dass zum einen noch Gräber mit unterschiedlich langen Grabnutzungsrechten vorhanden seien. Diese Rechte gelte es zu wahren. Zum andere könne die Gemeinde zwar Gräber , deren Laufzeiten schon beendet seien, im Zuge der Umstrukturierung abräumen, "ich bin aber der Meinung, dass man in einer Gemeinde wie Kirkel da ganz sachte vorgehen sollte". Deswegen, erklärte Christof Weis, werde man die betreffenden Bürger anschreiben und ihnen die Möglichkeit geben, sich zu äußern. "Damit gehen wir vielem aus dem Weg, was später zu Diskussionen führt."

Den Plänen von Weis stimmte der Ortsrat dann in der eigentlichen Sitzung im Feuerwehrgerätehaus einstimmig zu. Ortsvorsteher Peter Voigt zeigte sich sicher, dass mit der Neustrukturierung der Altstadter Friedhof auf lange Zeit zukunftsfähig sei. Auf Wunsch des Behindertenbeaufragten Georg Suchanek und mit Zustimmung des Ortsrates wird die Bauverwaltung in der Zukunft der behindertengerechten Ausstattung ein größeres Augenmerk schenken. So soll die Toilette der Anlage für Rollstuhlfahrer und Rollator-Nutzer zugänglich werden. Auch sollen zumindest die Hauptwege durch eine Verbesserung des Belages für Menschen mit Geh-Einschränkungen ertüchtigt werden.