Adventsmusik am Abend

Am Ende des Konzerts standen ein gemeinsam gesungenes „Oh du fröhliche“ und die Begeisterung des Publikums: Die Chöre des MGV 1848 Kirkel gestalteten am dritten Adventssamstag in der Friedenskirche eine „Abendmusik im Advent“.

Die beiden Chöre des MGV 1848 Kirkel gestalteten am dritten Adventssamstag in der protestantischen Friedenskirche gemeinsam eine "Abendmusik im Advent". "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" sang der traditionsreiche Männerchor zu Beginn unter der Leitung von Chormusikdirektor Kurt Kihm im Satz des Zweibrücker Komponisten Heinrich Lützel. Die Friedenskirche musste ihr Eingangsportal tatsächlich weit öffnen, um den vielen Besuchern Einlass zu gewähren.

Unter ihnen begrüßte der Vorsitzende Hubert Pfeifer besonders Pfarrer Falk Hilsenbeck als Hausherrn, den Bürgermeister der Gemeinde Kirkel, Frank John , und die Präsidentin des saarländischen Chorverbandes, Marianne Hurth.

Der Männerchor des MGV setzte seine Werkfolge fort mit dem alten Andernacher Adventslied "Es kommt ein Schiff, geladen bis an sein höchsten Bord" im Satz von Paul O. Krick. Der war mit umspielenden Improvisationen Klavierpartner der Männerstimmen auch in allen weiteren Liedbeiträgen - wie dem swingenden Christmas Song "Winter Wonderland" von Felix Bernard oder in den Weihnachtsliedern aus Kroatien, Ungarn, Portugal, England und Böhmen beim zweiten Auftritt. Im letzten Lied aus Frankreich "Les anges dans nos campagnes" übernahmen die Sänger mit perlenden Koloraturen die Ankündigung der Weihnachtsengel vom "Frieden auf Erden" und vom "Gloria im Himmel".

Die feine, spätgotische Akustik der "Friedenskirche" schien dabei hellhörig mit zu musizieren. Das tat sie auch während der Songs des neu gegründeten gemischten Chors unter der agilen Leitung von Wolfgang Schmitt und zur Klavierbegleitung der jungen, begabten Pianistin Caroline Ames. Das humorvolle "Ding dong! merrily on high" des irischen Komponisten Charles Wood im Stil eines Tanz-Madrigals der Renaissance wurde ebenso zum Ohrwurm wie das bekannte "White Christmas" von Irving Berlin . Angesichts von Krieg und Terror weltweit mündete es stets in die innige Bitte: "Möcht auf Erden Friede immer sein". Der Chorleiter, die singfreudigen Sängerinnen und Sänger und vor allem die Pianistin mit ihren fetzigen Klavierrhythmen boten schließlich alles auf, um die mitreißende Jazz-Version von "Adeste fideles" der kalifornischen Komponistin Sally K. Albrecht in Klang zu bringen. Der tosende Applaus zeigte an, dass es gelungen war. So konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer zum Finale ihre Begeisterung in das mit den Chören gemeinsam gesungene Lied "O du fröhliche, selige, Gnaden bringende Weihnachtszeit" einfließen lassen.