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Homburger Firmenlauf: Zwischen Feierspaß und Laufsport

Homburger Firmenlauf : Zwischen Feierspaß und Laufsport

Beim Homburger Firmenlauf machten sich gestern Tausende Läufer auf den Weg durch die Stadt – und dann zur Party.

Beim sechsten Saar-Mobil-Firmenlauf Homburg gingen am Donnerstag rund 5200 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke. In zwei Startgruppen aufgeteilt galt es, eine insgesamt fünf Kilometer lange Strecke durch die Stadt zu meistern. Die schnellsten Teilnehmer absolvierten den Rundkurs dabei in Zeiten um die 16 Minuten, die gemütlichsten benötigten rund 40 und ein bisschen mehr.

Sieger des ersten Durchgangs war Jonas Lehmann, der Starter für Bosch hatte auch im vergangenen Jahr den Homburger Firmenlauf gewonnen. Die größten Gruppen stellten die Universität des Saarlandes mit 900 Läuferinnen und Läufern, es folgten Bosch Homburg mit 550 Teilnehmern und das Uniklinikum Homburg mit 500 Aktiven. Eingebunden war diese Laufveranstaltung für jedermann auch in diesem Jahr wieder in buntes Bühnenprogramm mit viel Party, Livemusik und zahlreichen Sport- und Showvorführungen auf der Bühne des Christian-Weber-Platzes in der Stadtmitte. Soweit die ganz nüchterne Beschreibung einer Veranstaltung, die zum nunmehr sechsten Mal die Homburger Innenstadt zum Zentrum von Tausenden von Laufbegeisterten und ihren Fans gemacht hat.

So pendelte der späte Nachmittag auch in diesem Jahr wieder zwischen Volksfest und Sportevent: Dem Feiern kam vor und nach den 5000 Metern durch Homburg eine nicht minder große Bedeutung zu wie dem Kampf gegen die Uhr und den inneren Schweinehund. Und genau diese Mischung aus Party und dem Sich-Fordern macht einen Firmenlauf aus. „Der Firmenlauf ist die Laufveranstaltung für Nicht-Läufer“, brachte es Ralf Niedermeier, Chef von „NPlusSport“ als Veranstalter des Homburger Firmenlaufs, vor dem Startschuss auf den Punkt. „4800 von diesen 5200 Läufern machen über das ganz Jahr hinweg ja bei keinem Lauf mit. Es ist dieser Dreiklang aus Kollegen, Sport und Party – das ist die Faszination. Man kommt hier zusammen, die einen oder anderen trainieren auch schon mal im Vorfeld mit ihren Kollegen, man kommt sich näher. Und für viele ist die ‚dritte Halbzeit‘ eigentlich am wichtigsten, wenn sie mit ihren Kollegen bei einem Bier oder einer Cola nach dem Lauf zusammenstehen“. So sei eben der eigentliche Lauf nur Mittel zum Zweck, war sich Niedermeier sicher.

Unter den 5200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand sich auch Astrid Bonaventura, Homburgs Sportbeigeordnete und Vorsitzende des Stadtverbands für Sport. Für den war sie mit zwei Mitläufern unterwegs – und das zum ersten Mal. „Ich finde diese Veranstaltung für Homburg super, super interessant. Und ich selbst bin unheimlich aufgeregt, ich laufe erst zum zweiten Mal in so einer großen Masse. Ich kämpfe heute auch für mich, als Ziel haben ich mir eine Zeit von unter 40 Minuten gesetzt.“ Die sollte sie am Ende mit 38 Minuten tatsächlich unterbieten.

Für den zweifachen Startschuss war Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind verantwortlich, er sorgte dafür, dass sowohl die Schnellsten als auch die eher Langsamen ihren Auftritt in Laufschuhen hatten. Dabei konnte man im Zielraum schon in den Gesichtern der Läuferinnen und Läufern ablesen, dass es vielen, bei allem Spaß vor und danach, doch auch darum ging, sich selbst zu fordern und auch mal bis an die Grenze zu bringen. Da wurden die letzten 50 Meter schon mal im überraschenden Sprint zurückgelegt, um der Zieluhr doch noch die eine oder andere Sekunde abzutrotzen. Andere wiederum gingen bis ans Äußerste und schafften den Zieleinlauf „auf der letzten Rille“. Allen gemein war die Botschaft: Der Homburger Firmenlauf ist inzwischen aus dem Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken.

Als Anerkennung für die erfolgreiche Teilnahme gab es gestern nicht nur Jubel, sondern auch diese Medaillen. Foto: Thorsten Wolf. Foto: Thorsten Wolf

Und wenn es nach Stadt und Veranstalter geht, dann werden auch im kommenden Jahr wieder Tausende durch Homburg laufen. Mit einer Steigerung der Teilnehmerzahlen, das verdeutlichte Ralf Niedermeier allerdings, rechne er nun nicht mehr. „Das passt zahlenmäßig so ganz gut!“