1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. Homburg

Zweiter Biosphärengipfel fand diese Woche in St. Ingbert statt

Biosphäre Bliesgau : Optimismus vor der Prüfung durch Unesco

Beim zweiten „Biosphärengipfel“ boten der „Markt der Möglichkeiten“ und Workshops viele Gelegenheiten zum Austausch.

Zehn Jahre wird die Biosphäre in diesem Jahr alt. In dieser Zeit hat sich viel getan. Was am Anfang noch einige Sorgen bereitete und für Kritik sorgte, ist inzwischen fester Bestandteil des Bliesgaus geworden. Am Donnerstag fand passend zu diesem Jubiläum der zweite Biosphärengipfel in der St. Ingberter Stadthalle statt.

Über zwei Ebenen erstreckte sich der „Markt der Möglichkeiten“, auf dem unterschiedliche Akteure ihre Projekte präsentierten und zeigten, wo Bürger überall mitwirken können. Zum Beispiel durch den Erwerb regionaler Produkte.

Stöbern und Anfassen durften die Besucher am Tisch der Nachhaltigkeit, der faire Produkte darstellt. Sei es der Kaffeebecher und die Zahnbürste aus Bambus. Insgesamt gab es zahlreiche Beiträge aus Land- und Forstwirtschaft, Klimaschutz, Dorfentwicklung, Kultur, Streuobstwiesen, Artenschutz, regionalen Produkten und Tourismus. Ein Ort, um sich zu vernetzen, auszutauschen und zu diskutieren. Genau das gehörte zu den Zielen des Biosphärengipfels. Jeder Bürger konnte sich außerdem über die Initiativen, Angebote und Aktivitäten informieren und aktiv in die Diskussion zur Gestaltung neuer Ideen einsteigen. In der Zukunftswerkstatt wurde das gemeinsame Gespräch gesucht und Pläne geschmiedet. Dazu gab es insgesamt acht Inseln, an denen man zusammenkam. Die Ergebnisse bildeten die Basis für die Entwicklung der Zusammenarbeit der kommenden Jahre.

„Man hat immer mehr den Eindruck, die Biosphäre ist angekommen“, sagte Volker Wild, Vertreter des Umweltministeriums in seiner Rede zur Eröffnung des Gipfels.

Nach zehn Jahren steht die nun erneut für die Unesco-Anerkennung auf dem Prüfstand. Der Evaluierungsbericht ist erstellt und auf Bundesebene auf gute Resonanz gestoßen. „Heute können wir uns anschauen, wozu sich unsere Biosphäre entwickelt hat“, sagte St. Ingberts Oberbürgermeister Hans Wagner. Was die erneute Anerkennung angeht, sind alle Beteiligten positiv gestimmt. „Ich wüsste nicht, was wir besser machen können“, fasste Gallo zusammen.