Zweite Runde für die Kochshow

Die TV-Kochsendung mit dem Webenheimer Sternekoch Cliff Hämmerle und dem Homburger Original Michael Koch geht in die nächste Runde. Ab Samstag gibt's wieder zu sehen, wie an wechselnden Orten im Freien saarländisch gekocht wird.

Wer im Moment nach draußen schaut, dem ist nach vielem zumute - kochen, schnippeln, braten im Freien gehören angesichts des frostigen bis nasskalten Winter-Wetters vermutlich eher nicht dazu. Dabei zuzuschauen - das ist dann wieder eine andere Sache. Aber auch der Blieskasteler Sternekoch Cliff Hämmerle , das Homburger Urgestein Michael Koch und Moderatorin Verena Sierra stehen nicht bibbernd in der Freiluftküche - die Folgen für die zweite Runde der Kochshow "Mit Herz am Herd" wurden nämlich bereits im Herbst gedreht, und der gab ja wochenlang den Sommer. Unter anderem davon berichtet Michael Koch bei seinem spontanen Besuch in der Homburger Redaktion zu Beginn des neuen Jahres. Er stand bereits in den ersten zehn Folgen der Kochshow, die ab vergangenem Februar ausgestrahlt wurden, neben Hämmerle am Herd, stellte die Fragen, "die ein Zuschauer stellen würde", und macht seine Späße, "de Koch Michel" eben, der ja im vergangenen Jahr die "Homburger Kanone" verliehen bekam und auch, aber nicht nur da seine "Homburjer Schniss" unter Beweis stellte.

Jetzt geht es also weiter: Am Samstag, 7. Januar, 18.15 Uhr, ist die erste Folge der neuen Kochstaffel im SR-Fernsehen zu sehen, am 14. Januar die nächste. Der SR hatte sich mit Hämmerle als hiesigem Koch und dem Freiluftkonzept neu aufgestellt. Dabei ist der Sender schon seit fast 20 Jahren am Kochshow-Markt, ging 1998 mit Bernhard Bettler (Villa Fayence, Wallerfangen) an den Start, es folgten unter anderem Frank Seimetz und Lea Linster . In einer Pause hatten dann allerdings über acht Jahre lang Nicht-Saarländer den Kochlöffel geschwungen.

Das Konzept der neuen Kochshow, das im Winter 2015 vorgestellt wurde, sei gleich geblieben, sagt Koch. Verantwortlich dafür zeichnet Andrea Etspüler.

Michael Koch: "Wir kochen normalerweise typisch saarländische Gerichte", gerade solche, die langsam am Aussterben seien: vom typischen Sonntagsbraten über Geheirade bis zu den Kerschtjer Grumbeere, Kartoffelstücke, die im Eisentopf mit Palmin und viel Salz geschmort werden. Die Rezepte seien, so Koch, "ganz klar Hausmannskost".

Hämmerle ist der Hauptakteur, verrät die Tricks, die Lehrlinge helfen mit und fragen. Das Team hat man übrigens etwas verändert: Neben Hämmerle und Koch stehe nun noch Verena Sierra mit am Herd - mit zwei Lehrlingen hat man sich also hier etwas verkleinert.

Die Küche bauen sie weiter immer wieder an neuen Orten im Freien auf: Gleich sechs der neuen zehn Folgen entstanden in Homburg. Gedreht wurde im Beeder Biotop, am Jägersburger Weiher samt Gustavsburg und beim Römermuseum in Schwarzenacker, jeweils zwei Shows pro Tag an diesen Stellen, berichtet er. Für die restlichen vier Kochshows verfrachtete das Team die Küche an die Saarschleife und in den Deutsch-Französischen-Garten in Saarbrücken. Als Homburger sei das Heimspiel natürlich sehr nett gewesen, "weil wir auch sehr viele Zuschauer hatten", so Koch. Was ihm ebenfalls gefällt: die Truppe, und dass "alles in lockerer Atmosphäre passiert". Gedreht werde "in einem durch", sodass nicht so viel rausgeschnitten werden müsse. Was Michael Koch immer wieder fasziniert: "mit welch' einfachen Mitteln man gute Sachen kochen kann und vor allem, was ein guter Koch für Tricks hat." Für ihn ebenfalls eine neue Erfahrung: Was für eine große Rolle die Zitrone, ob nun ihre Schale oder ihr Saft, bei der Verfeinerung von Gerichten spiele.

Das Homburger Original Michael Koch ist immer für etwas Besonderes gut, auch für außergewöhnliche Sonnenbrillen. In unserer Redaktion berichtete er jetzt von den Dreharbeiten für die zweite Staffel der Kochshow mit Cliff Hämmerle. Foto: Thorsten Wolf. Foto: Thorsten Wolf

Wenn man jetzt also an den kommenden Samstagabenden Hämmerle, Koch und Sierra beim Kochen zuschauen kann, dann haben die schon fast wieder live und draußen Schneebesen, Töpfe und Pfannen in den Händen: Im Frühjahr, verrät Michael Koch, sollen die Folgen für den Herbst gedreht werden.

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