Zuschuss fürs Haus des Kindes

Der Neubau eines Hauses des Kindes und der Jugend ist für die Elterninitiative krebskranker Kinder ein Stückchen näher gerückt. Der Verein „Ring gegen Krebs“ übergab der Initiative eine Spende von 20 000 Euro. Eingefädelt hatte dies Sabine Sander aus Namborn.

Ein bisschen ist dieser Sommer für die Elterninitiative krebskranker Kinder in Homburg wie ein vorgezogenes Weihnachten. Nachdem es vor einigen Wochen schon eine Rekordspende von fast 80 000 Euro gab, konnte sich der Verein nun erneut über finanzielle Unterstützung freuen: Der Verein "Ring gegen Krebs" übergab einen Scheck über 20 000 Euro . Doch wie kam es dazu, dass ein Verein aus dem fernen Geesthacht tief im Südwesten aktiv wird? Die Antwort darauf hat einen Namen: Sabine Sander. Die Nambornerin hatte bei einer beruflichen Fortbildung vom Engagement des Vereins aus dem hohen Norden per Infoflyer erfahren - und sich kurzerhand aufgemacht, für Spendengelder zugunsten der Elterninitiative Krebskranker Kinder zu werben, mit Erfolg.

"Vor zwei Jahren hatte mein Sohn einen schweren Unfall. Zur gleichen Zeit wurde ein Kind aus seinem Kindergarten mit Leukämie in der Kinderkrebsstation am Homburger Universitätsklinikum aufgenommen", schilderte Sander die persönlichen Hintergründe für ihren Einsatz. "Das Kind hat die Krankheit hinter sich gelassen, die ganze Sache hat mich sehr berührt und weiter beschäftigt." Da kam das Wissen um den Verein "Ring gegen Krebs" dann gerade recht. Sander schrieb eine E-Mail und fragte an, was man tun müsse, um an Spendengelder zu kommen.

Man kam in Kontakt, der Vorschlag Sanders, der Elterninitiative in Homburg eine Spende zukommen zu lassen, wurde in Geesthacht angenommen. Und dann erhielt Sabine Sander einen Anruf, den sie wahrscheinlich nicht mehr vergessen wird. "Ich habe gefragt, wie hoch die Spende denn wohl sei, gerechnet habe ich mit 1000 oder 2000 Euro . Und als Antwort durfte ich hören: 20 000 Euro . Ich konnte das gar nicht glauben. Das hat alles überstiegen, was man sich vorstellen kann."

Unmittelbar nach der telefonischen Spendenübergabe habe sie dann Ina Ruffing, die stellvertretende Vorsitzende des Elterninitiative, informiert. Ruffing war zwar schon vom "Ring gegen Krebs" über die Zuwendung in Kenntnis gesetzt worden, die Freude minderte das aber nicht im Geringsten.

Denn: Mit dem Geld rückt der Neubau des geplanten Hauses des Kindes und der Jugend der Elterninitiative finanziell ein bisschen näher.

Den großen Scheck mit nach Homburg gebracht hatte Heinz D. Swoboda-Kirsch, Referent für Öffentlichkeitsarbeit des Vereins "Ring gegen Krebs". Er schilderte in lockerer Runde die Hintergründe des gemeinnützigen Vereins, der sich vor 26 Jahren aus dem Kreis von Beschäftigten eines deutschen Versicherungsunternehmens gegründet habe. "Wir haben inzwischen mehr als 800 000 Euro gespendet." Und viermal im Jahr, sagt Swoboda-Kirsch, wende man sich mit Spenden an Elterninitiativen wie die in Homburg.

Zum Thema:

Auf einen Blick Der Verein "Ring gegen Krebs" fördert Einrichtungen, die sich um die Bekämpfung von Krebserkrankungen bemühen, vorrangig bei Kindern. Seit der Vereinsgründung in 1989 bis einschließlich 2014 wurden Einrichtungen im Sinne des Vereinszwecks mit über 840 000 Euro unterstützt. Allein seit 2005 konnten Spenden von über 520 000 Euro für den guten Zweck weitergegeben werden. Informationen über den Verein gibt es im Internet unter der Adresse www.ringgegenkrebs.de . red