Zuschuss für die Homburger Feuerwehr

Stadtrat : Der Großbrand und die Folgen für die Stadt

Stadtrat Homburg gibt 150 000 Euro als Unterstützung der Feuerwehr für bei dem Einsatz entstandene Kosten frei.

Neben den zahlreichen Formalien, die die erste und damit konstituierende Sitzung eines neu gewählten Stadtrates so mit sich bringt (wir berichteten), ging es am Donnerstagabend in Homburg auch um einige Sachthemen. Hier standen für die Stadtratsmitglieder vor allem außerplanmäßige Ausgaben auf der Tagesordung und da ganz konkret auch solche, die den großen Brand in der Mainzer Straße vom März diesen Jahres betreffen.

Zum Hintergrund: Damals hatte ein Feuer in einer großen Lagerhalle der Firma Möbius die Homburger Feuerwehr und zahlreiche weitere Wehren und Einsatztupps der Region über Tage hinweg gefordert, nachdem Kunststoffgranulate in Brand geraten waren und einen Großbrand ausgelöst hatte. Was folgte, war einer der größten und längsten Einsätze von Feuerwehren in der Geschichte Homburgs – verbunden auch mit außerordentlichen Kosten.

So galt es für den Homburger Stadtrat am Donnerstag auf Wunsch der Verwaltung, zusätzliche 150 000 Euro freizugeben. Die Summe begründe sich dabei durch einen überdurchschnittlich hohen Verbrauch von Materialien und Einsatzmitteln, die der mehrtägigen Kampf gegen den Brand in der Halle der Firma Möbius mit sich gebracht habe, so die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage. Auch müssten der Material-
verbrauch und die Personalkosten der auswärtigen Feuerwehren, die die Homburger Einsatzkräfte unterstützt hätten, ersetzt werden.

Bürgermeister Michael Forster: „Sie wissen alle, dass beim Brand in der Mainzer Straße im März viele Aufwendungen entstanden sind. Deshalb bitten wir Sie um die Zustimmung zu diesen außerplanmäßigen Aufwendungen“, so der Verwaltungschef an den neuen Stadtrat. Auf der Gegenseite dieser Kosten habe man 75 000 Euro der Firma Möbius für den Einsatz von Sonderlöschmitteln in Rechnung gestellt. In der Sitzung dämpfte Michael Forster allerdings die Hoffnung, dass hier schnell mit einem Geldfluss zu rechnen sei. „Wir versuchen natürlich, alles was möglich ist, beim Brandverursacher wieder reinzuholen. Das dauert aber noch. Wir wollen aber die helfenden Feuerwehren nicht warten lassen. Und auch unsere Feuerwehr muss einsatzbereit sein. Deswegen müssen wir die Kosten vorlegen – und müssen das, was möglich ist, im Rahmen des Schadensausgleichs in die Stadtkasse zurückholen.“ Dies werde aber, da war sich Forster sicher, nicht so schnell gehen, da er hier mit Rechtsstreitigkeiten im Geflecht zwischen Eigentümer, Hauptmieter und Untermieter rechne. „Das wird hin- und hergehen.“

Den außerplanmäßigen Ausgaben stellt die Verwaltung, neben den Forderungen an die Firma Möbius, auch entsprechende Einsparungen im Haushalt entgegen. Diese betreffen die Kosten für die Unterhaltung und die baulichen Anlagen im Bereich der Unterbringung von Ayslbewerbern. Hier lägen aktuell die Aufwendungen unterhalb der  veranschlagten Kosten von 180 000 Euro. Der Stadtrat entsprach dem Wunsch der Verwaltung, wie in allen anderen Punkten, einstimmig.