Zeltlager auf Herrgottshübel: Nach Ursachen für Beschwerden wird noch gesucht

Auf dem Herrgottshübel in Jägersburg : Ursache für Übelkeit im Zeltlager unklar

Bis feststeht, warum einige Kinder in einem Zeltlager über Pfingsten auf dem Herrgottshübel in Jägersburg plötzlich über Übelkeit und Erbrechen klagten, wird es wohl noch eine Weile dauern. Das Lager der Jugendfeuerwehr Neunkirchen und Umgebung mit rund 250 Kindern und Jugendlichen war am vergangenen Sonntag aufgrund der Vorfälle abgebrochen worden.

Betroffen von den Beschwerden waren mindestens zwölf Personen (wir berichteten). Als mögliche Ursachen kommen laut den verantwortlichen Stellen infrage: der Kontakt mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners – deren feine Brennhaare können heftige Allergien auslösen –, eine Lebensmittelvergiftung oder die Folge von Hitze, Erschöpfung und der Tatsache, dass zu wenig Wasser getrunken wurde.

Es wurden Lebensmittelproben genommen, diese würden nun vom Gesundheitsamt Merzig – dieses hatte über die Feiertage Bereitschaftsdienst – untersucht, teilte die Stadt Homburg am Dienstagmittag mit. Mit Ergebnissen rechne man erst im Laufe der Woche.

Die Feuerwehr Homburg hatte die vom Eichenprozessionsspinner befallenen Bäume auf dem Areal bereits weiträumig abgesperrt und Warnschilder aufgestellt. Entfernt werden könnten die Gespinste allerdings nicht, erläuterte die Stadt. Man müsse sich an Verordnungen halten, daher dürften diese giftigen Raupen nur an stark frequentierten Plätzen, wie zum Beispiel Kindergärten, Schulen, und in bebauten Wohnlagen beseitigt werden. Außerhalb der Ortslage, im Wald, sei dies nur mit einer Sondergenehmigung möglich, die schwer zu erhalten sei. Zudem gehöre das Areal auf dem Herrgottshübel nicht der Stadt. Hier müsse der Eigentümer tätig werden.

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