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ZDF-Team drehte in der Innenstadt von Homburg, Beiträge im TV zu sehen

Dreharbeiten in der Stadt : ZDF-Team war in Homburg unterwegs

Die kurzen Fernsehbeiträge aus Homburg liefen in verschiedenen Sendungen und sind zum Teil auch in der Mediathek zu finden.

Einigen Homburgern ist es in den vergangenen Wochen aufgefallen: Das ZDF hatte für vier Wochen ein kleines Kamerateam in unsere Stadt geschickt, um das Leben der Homburger aufzuzeichnen. Redakteurin Verena Garrett und Kameramann Sacha Seibert waren zum ersten Mal mit Reportagen dieser Art betreut. Das ZDF stellte aber mit seinem Bürgerprojekt bereits 14 Städte auf diese Art und Weise den Zuschauern vor.

Nach dem zweiminütigen Beitrag zum Auftakt in der Sendung „Drehscheibe“ folgten weitere Ausschnitte aus Homburg, unter anderem im „Morgenmagazin“ oder im „Länderspiegel“. Selbst ins Heute-Journal schaffte es ein Beitrag – nämlich jener über die Intensivstation am Uniklinikum. Das empfanden beide ZDF-Mitarbeiter auch am beeindruckendsten am ganzen Aufenthalt: Dass sie mitten im Pandemie-Geschehen auf die Isolierstation gehen durften und dort drehen konnten. „Die haben sich viel Zeit für uns genommen“, freute sich Kameramann Seibert.

Ansonsten war Corona auch in Homburg das beherrschende Thema der vergangenen vier Wochen. Beim Termin für diesen Artikel versucht das Team in der Talstraße Homburger Bürgerinnen und Bürger zu dem Thema zu befragen. Eine Gruppe Jugendlicher bekommt es mit der Angst zu tun, als sie angesprochen wird.

„Es ist ganz schlecht grad, wir müssen in den Unterricht“, sagt einer. Bei Jaqueline Wilhelm haben Garrett und Seibert mehr Glück. Sie erzählt in die Kamera, dass sie praktisch kein Privatleben mehr habe, weil sie nur noch am Uniklinikum und zu Hause sei, nur noch zum Einkaufen rausgehe. „Ich vermeide jeden Kontakt, wo er vermeidbar ist.“ Außerdem findet es die junge Frau „schlimm genug, dass das Händewaschen erst jetzt in Mode gekommen ist“.

Fremde Leute auf der Straße anzusprechen, ist nicht die angenehmste der journalistischen Tätigkeiten. Man müsse „scannen, wer da nett sein könnte“, sagt Verena Garrett. Insgesamt seien die Homburger ein bisschen reserviert gewesen, das könne aber auch an Corona gelegen haben. Sei man mit den Leuten hier ins Gespräch gekommen, seien diese sehr freundlich und offen gewesen. Außerdem stellt die Redakteurin fest: „Die mögen ihre Stadt sehr.“ Viele seien froh und stolz gewesen, dass das ZDF hier war, erzählt Seibert, viele hätten neugierig gefragt, warum das Team gerade hier drehe.

Außer auf der Straße und in der Uniklinik waren Garrett und Seibert auch in den Schlossberghöhlen, im Römermuseum und bei einem Konzert in „Mandy’s Lounge“. Bei Schaeffler und Bosch-Rexroth fingen die Reporter die Stimmung der Arbeiter in Coronazeiten ein. Spannend war auch die Reportage über die mexikanischen Pflegekräfte, die gerade am Uniklinikum angekommen waren. „Die Frage war da, wie kommen die jetzt in ihrer neuen Umgebung zurecht“, erzählt Seibert. Insgesamt habe die Arbeit in Homburg viel Spaß gemacht, sagt Garrett. „Wir waren vier Wochen als Lokalreporter unterwegs, das war ganz anders als sonst, wir haben ganz anders gearbeitet. Dadurch haben wir den Einblick in das Leben von Leuten gekriegt, den man sonst nicht kriegt.“

Die Beiträge aus Homburg sind zum Teil in der ZDF-Mediathek abrufbar über die Suchfunktion. An diesem Dienstag läuft der letzte Beitrag über Homburg in der Drehscheibe, um 12.10 Uhr.