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Zahl der Arbeitslosen im Saarpfalz-Kreis sinkt, aber deutlich mehr als im Vorjahr

Arbeitsmarkt in Homburg, Bexbach, Kirkel : Blick aufs Vorjahr zeigt Corona-Auswirkung

Die Zahl der Arbeitslosen ist in der Geschäftsstelle Homburg, zu der auch Bexbach und Kirkel gehören, im November gesunken. Das gilt, wenn man auf den Oktober blickt. 3132 Arbeitslose meldet die Agentur für Arbeit für November insgesamt.

Schaut man aufs Vorjahr sei dies allerdings ein Plus um 691. Aktuell aber sank die Arbeitslosenquote und lag bei 5,4 Prozent, war damit niedriger als im Oktober.

Das entspricht der Entwicklung im gesamten Saarland. Über eine Zeitspanne von fünf Monaten hinweg war die Arbeitslosenzahl zunächst kontinuierlich angestiegen, am deutlichsten in der Anfangszeit des Lockdowns im Frühjahr. Dann allerdings war die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen im September erstmals wieder rückläufig. In welchem Maße die Corona-Pandemie den Arbeitsmarkt beeinflusst, zeige sich aber eben weiterhin im Vorjahresvergleich, hieß es weiter in der Mitteilung. Blickt man auf alle Landkreise, so liegt der Saarpfalz-Kreis hinter den Kreisen St. Wendel (3,7 Prozent) und Merzig-Wadern (4,6 Prozent) bei einer Quote von 5,4 Prozent im Mittelfeld. Schlusslicht ist der Regionalverband Saarbrücken mit einer Arbeitslosenquote von 10,0 Prozent. Der Landkreis Saarlouis verzeichnet 5,7 Prozent, der Kreis Neunkirchen: 7,8 Prozent.

 Im Saarpfalz-Kreis waren im aktuellen Monat 4180 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 65 weniger als im Oktober. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter aber fast ein Viertel Arbeitslose mehr gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag mit 5,4 Prozent um 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats und um 1,0 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres.

So sieht es bei der Arbeitslosenversicherung aus: Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 47 auf 1946 gesunken. Das waren 520 mehr als vor einem Jahr. Bei den Jüngeren unter 25 Jahren lag die Arbeitslosigkeit bei 179. Sie verringerte sich um sechs im Vergleich zum Vormonat und lag um 69 über dem Wert des Vorjahres. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50plus betrug 960. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um sieben erhöht. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Anstieg um über ein Viertel zu verzeichnen.

 Ein Blick auf die Entwicklung in der Grundsicherung zeigt: Beim Jobcenter im Saarpfalz-Kreis waren im November 2234 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 18 weniger als im Oktober. Damit lag die Zahl der Arbeitslosen um 282 über dem Vorjahreswert.

Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag im November bei 139. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um 14 verringert und gegenüber dem Vorjahr um 19 erhöht.

694 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber Oktober um acht verringert und gegenüber November 2019 um 55 erhöht. Rund die Hälfte der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen ist gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits länger als ein Jahr gemeldet. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im November 1115. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um mehr als ein Viertel.

 Im November wurden im Saarpfalz-Kreis in etwa gleich viele neue Arbeitsstellen gemeldet wie im Monat zuvor. Unternehmen haben im aktuellen Monat insgesamt 334 Stellen zur Besetzung gemeldet, sieben weniger als im Vormonat.

Seit Jahresbeginn wurden rund 2700 offene Stellen gemeldet, knapp 880 weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Aktuell stehen 1152 freie Jobs zur Besetzung zur Verfügung. Der Stellenbestand liegt damit fast 16 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

 Im Saarpfalz-Kreis haben im November 106 Betriebe für 622 Beschäftigte neu Kurzarbeit angezeigt. Seit Beginn der Corona-Krise haben insgesamt 1994 Unternehmen Kurzarbeit für 32 502 Beschäftigte angezeigt. Die Arbeitsagentur weist darauf hin: Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten jedoch nicht automatisch deren Realisierung. Daten über den Umfang der realisierten Kurzarbeit werden mit einer Wartezeit veröffentlicht, da hiermit eine sichere Statistik auf vollzähliger Basis mit hoher Datenqualität gewährleistet sei.

Um möglichst zeitnah Zahlenmaterial zur Verfügung stellen zu können, würden Hochrechnungen auf Basis der vorläufigen Daten vorgenommen. Nach den aktuellsten Hochrechnungen haben im Juni insgesamt 820 Unternehmen der Region für 11 746 Beschäftigte Kurzarbeit umgesetzt.