XXXXXXKeine leeren Bänke trotz weniger Azubis

XXXXXXKeine leeren Bänke trotz weniger Azubis

Homburg. Seit vergangenem Montag läuft das Lehrjahr 2010/2011. Auch beim Ausbildungszentrum Homburg (AZH) traten insgesamt 40 Auszubildende, Studenten im Praktikum und Jahrespraktikanten der Fachoberschule ihren "Dienst" an

Homburg. Seit vergangenem Montag läuft das Lehrjahr 2010/2011. Auch beim Ausbildungszentrum Homburg (AZH) traten insgesamt 40 Auszubildende, Studenten im Praktikum und Jahrespraktikanten der Fachoberschule ihren "Dienst" an. Mit 34 "echten" Azubis ist die Zahl derer, die in den kommenden Jahren beim Verbundausbilder AZH einen wesentlichen Teil ihrer Ausbildung absolvieren, geringer als in den zurückliegenden Jahren. Gerade kleinere Betriebe, die in der Vergangenheit auf die Dienstleistung des Homburger Betriebes zurückgegriffen hatten, haben im Zuge der Wirtschaftskrise auf die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen verzichtet. So sind es vor allem große Unternehmen wie Brück aus Ensheim, die Karlsberg Brauererei, Michelin oder auch Schaeffler Technologies, die sich, wie in den Jahren zuvor, auf den Ausbildungsverbund mit dem Ausbildungszentrum Homburg verlassen. Leere Werkbänke wird es trotz der geringeren Zahl von neuen Azubis allerdings nicht geben, seit einigen Monaten läuft eine Umschulungsmaßnahme für 51 Mitarbeiter von Schaeffler Technologies parallell zum Ausbildungsbetrieb. Nur drei Tage vor Beginn des neuen Lehrjahres hatte sich Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner einen Eindruck vom Ausbildungszentrum Homburg verschafft. Bei einem erstmaligen Besuch des Unternehmens ließ sich Schöner von Firmenchef Norbert Seiler und Ausbildungsleiter Julian Seiler die Hintergründe der Verbundausbildung als Instrument in der Gewinnung von Nachwuchsfachkräften schildern. Das Leistungsspektrum des AZH reiche dabei, so Norbert Seiler, von speziellen Ausbildungsmodulen bis hin zur kompletten Abwicklung des Bewerbungs- und Auswahlverfahrens im Sinne der beauftragenden Unternehmen. Er führt aus: "Die Ausprägung unserer Dienstleistung ist sehr unterschiedlich. So wickeln wir beispielsweise für Schaeffler Technologies GmbH, aus der das AZH als jetzt eigenständiges Unternehmen vor Jahren hervorgegangen ist, die komplette Administration in Sachen Bewerbungsverfahren ab. Wir regeln den Schriftverkehr, machen die Tests, laden zu den Gesprächen ein und sind beim Auswahlverfahren beratend eingebunden. Schaeffler Technologies entscheidet und unterschreibt." In einem offenen Gespräch verdeutlichte Seiler auch die Herausforderungen, die sich heute Ausbildungsbetrieben in der Schulung junger Menschen stellen würden, so im nicht selten aufgeladenen Spannungsfeld zwischen Berufsschule, dem entsendenden Betrieb und dem AZH als Knotenpunkt in der Ausbildung. thw

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