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Maifest mit Spitzenbands: Wolf Maahn rockt das Homburger Maifest

Maifest mit Spitzenbands : Wolf Maahn rockt das Homburger Maifest

Super Stimmung bei bestem Sommerwetter bot sich den Besuchern auf dem Historischen Marktplatz und dem Christian-Weber-Platz. Am Wochenende gab es Konzerte und Party, und dazu offene Läden am Sonntag.

Als in der Nacht von Samstag auf Sonntag Wolf Maahn seine Gitarre einpackte, da hatte das Programm des Homburger Maifestes seine beiden prominentesten Akteure über die Bühne gebracht: Am Freitag Joachim Witt und am Samstag eben den deutschen Sänger und Songwriter Maahn.

Über den Auftritt von Joachim Witt, unbestritten ein Musiker von hoher Güte, wird man wohl noch ein bisschen diskutieren – schlicht um sich für die Zukunft darüber klar zu werden, ob ein solch konzertantes und erzählendes Programm wie seine aktuelle Produktion „Rübezahl“ bei einem Maifest wirklich zu Hause und gut aufgehoben ist.

Wolf Maahn machte es den Gästen am Samstag auf dem Christian-Weber-Platz da deutlich leichter. Maahns Singer-Songwriter-Style, oft gitarrenlastig und immer geprägt von seiner markanten Stimme, passten richtig gut zu einem Konzert unter einem Sommernachtshimmel und sorgten bei Maahn-Fans für Begeisterung — und nicht nur bei denen.

Grundsätzlich präsentierte sich das Maifest, in diesem Jahr wieder nur auf zwei Bühnen, als Fest mit zwei musikalischen Themenschwerpunkten. Und das wurde gerade am Samstagabend deutlich: Während auf dem Christian-Weber-Platz eher Konzertatmosphäre herrschte, war der historische Marktplatz die Party-Zone des Maifestes.

Dort präsentierte Norbert Zimmer von der Homburger Kulturgesellschaft mit Sudden Inspiration aus Bretten in der Nähe von Karlsruhe eine Cover-Band, die bislang noch nie im Saarland aufgetreten war. Gitarre, Bass, zweistimmiger Gesang, Keyboard und ein mehrköpfiger Bläsersatz ließen der Band jede Menge Spielraum, um sich durch die Klassiker, seien sie alt oder neu, der gerne gehörten Songs zu spielen.

Drumherum entwickelte der Markplatz bei echten Sommertemperaturen genau das Flair, das man von einem Maifest erwartet. Es war also kein Wunder, dass es ein sichtlich gut gelaunter Norbert Zimmer war, der da am Samstag ein waches Auge auf „seinen“ Marktplatz hatte.

Dabei war er sich sicher, auch an diesem Abend auf dem Marktplatz genau am richtigen Ort zu sein. „Ganz persönlich bin ich lieber bei Sudden Inspiration, weil das einfach partytauglicher ist. Wolf Maahn macht seine Musik sensationell gut, für alle Wolf-Maahn-Fans. Die sind auf dem Christian-Weber-Platz gut aufgehoben. Und alle, die Party und feiern wollen, die sind hier auf dem Marktplatz richtig.“ An Sudden Inspiration sei er über seine Kontakte, „man kennt jemanden, der ne gute Band kennt und auf dessen Wort man sich verlassen kann“, rangekommen. Von Toto über Queen bis Roxette hätte die Band aus dem Badischen ein breit gefächertes Programm, „auch krachneue Sachen, die aktuell in den Charts sind“.

Grundsätzlich sei es schon der Plan, auf den beiden Bühnen ein unterschiedliches Programm laufen zu lassen, verdeutlichte Zimmer: „Künstler wie Maahn und Witt für den Christian-Weber-Platz muss man ja schon sehr früh buchen. Und das lässt einem Zeit, für den Marktplatz ein ganz anderes Programm zu finden, publikumsaffin und mit Musik, bei der für jeden was dabei ist. Und dieses Programm wird auch angenommen.“ Davon konnte man sich dann am Samstagabend in der Homburger Altstadt auch überzeugen, dort wimmelte es von Gästen. Aber auch auf dem Christian-Weber-Platz war jede Menge los, Maahn-Fans und solche, die es noch werden wollten, die kamen dort auf ihre Kosten. Den Auftritt von Witt am Freitagabend kommentiere Zimmer so: „Einen solchen Spagat muss man halt mal probieren. Wenn‘s ankommt, dann ist es gut. Und wenn‘s nicht ankommt, dann muss man halt für das nächste Jahr überlegen, vielleicht etwas weniger Spezielles zu machen – sonderm mehr was für die breite Masse.“

Der historische Marktplatz war am Wochenende die Partyzone des Maifestes, hier sorgten unter anderem Bands wie Sudden Inspiration für Feierlaune inmitten der Homburger Altstadt. Foto: Thorsten Wolf

Natürlich stand auch der Maifest-Sonntag ganz im Zeichen der Musik, sowohl auf dem Marktplatz als auch an der Talstraße. Drumherum gab‘s einen verkaufsoffenen Sonntag, der das Marktangebot des Maifestes – viele Stände, vor allem in der Talstraße – auch für Spontan- und Gelegenheitseinkäufer zu einer Alternative in Sachen Sommer-Sonntag werden ließ.