Wieder Meisterkonzerte im Saalbau

Homburg. Nicht gerade mit Pauken und Trompeten, aber doch mit einem virtuosen, kammermusikalischen Feuerwerk für Klarinette und Klavier beginnen die "Homburger Meisterkonzerte" am Donnerstag, 22. Januar, um 20 Uhr. Ein Leckerbissen für Musikliebhaber zu Beginn des neuen Jahres im Kulturzentrums Homburger Saalbau

 Elisabeth Seitenberger
Elisabeth Seitenberger
 Bernhard Fograscher
Bernhard Fograscher

Homburg. Nicht gerade mit Pauken und Trompeten, aber doch mit einem virtuosen, kammermusikalischen Feuerwerk für Klarinette und Klavier beginnen die "Homburger Meisterkonzerte" am Donnerstag, 22. Januar, um 20 Uhr. Ein Leckerbissen für Musikliebhaber zu Beginn des neuen Jahres im Kulturzentrums Homburger Saalbau. Die 26-jährige Klarinettistin Elisabeth Seitenberger aus dem bayerischen Landshut steht am Beginn einer steilen internationalen Virtuosenkarriere, für die sie sich durch erste Preise beim "Kurt-Alten-Wettbewerb" 2003 in Hannover und beim "Hochschulwettbewerb Stuttgart" 2007 ebenso empfiehlt wie durch die Auszeichnung beim gefürchteten "Deutschen Musikwettbewerb für Solisten" 2003 in Berlin. Konzertreisen führten die Soloklarinettistin an der Bayerischen Staatsoper München bereits in die Schweiz, nach Österreich, Italien, England und sogar nach Übersee: nach Mexiko und in die USA. Ihr Klavierpartner Bernhard Fograscher ist zwar in Rumänien geboren, erhielt seine musikalische Ausbildung jedoch an den Musikhochschulen von Nürnberg und Hamburg sowie an der Indiana University Bloomington. Dort begann auch seine früheste Lehrtätigkeit, die er inzwischen an den Musikhochschulen der Hansestädte Hamburg und Bremen sehr erfolgreich ausübt. Die Vortragsfolge von Elisabeth Seitenberger und Bernhard Fograscher ist deutlich in einen Teil aus der deutschen Romantik und einen zweiten mit französischen Meistern gegliedert. Zunächst erklingen die "Drei Fantasiestücke für Klarinette und Klavier" op. 73 von Robert Schumann (1810-1856), die 1849 abseits der Dresdener Revolutionswirren im idyllischen Exil von Kreischa entstanden. Die Klarinettensonate Es-Dur op. 120 Nr. 2 war 1894 das letzte Kammermusikwerk von Johannes Brahms, mit dem er sich altersbehaglich "nur noch mit dem beschäftig(t)e, was mir Spaß macht". Ein "Schwanengesang" war für Camille Saint-Sans (1835-1921) auch jene Klarinettensonate Es-Dur op. 167, die im Mai und Juni 1921 zusammen mit den beiden Schwesterwerken für Oboe und Fagott kurz vor seinem Tod entstand. Eine ähnliche Bedeutung hatte auch für Francis Poulenc (1899-1963) seine einzige 1962 entstandene "Sonate à la Honegger" für Klarinette und Klavier, deren Finalsatz "Allegro con fuoco" alleine schon im Titel jenes Feuerwerk ankündigt, mit dem der Homburger Verkehrsverein und das Städtische Kulturamt als Veranstalter der Meisterkonzerte das neue Jahr begrüßen wollen. Karten und Infos: Kultur- und Verkehrsamt der Kreisstadt Homburg, Am Forum, E-Mail: touristik@homburg.de sowie Telefon (06841) 101 166 oder Fax (06841) 120 899.