"Wie wichtig es ist, Ernst zu sein"

"Wie wichtig es ist, Ernst zu sein"

Homburg. Die Theatergruppe des Mannlich Gymnasiums spielt die Komödie "Bunbury" von Oscar Wilde. Das ist die ganz feine englische Art: Der Butler, der natürlich weiße Handschuhe trägt, zündet die Kerzen an und serviert Tee mit Muffins und Kuchen

Homburg. Die Theatergruppe des Mannlich Gymnasiums spielt die Komödie "Bunbury" von Oscar Wilde. Das ist die ganz feine englische Art: Der Butler, der natürlich weiße Handschuhe trägt, zündet die Kerzen an und serviert Tee mit Muffins und Kuchen. Der Five-o'clock-Tea ist ein Ritual im viktorianischen Britannien, und er wird in Wildes witziger und geistreicher Komödie "Bunbury oder wie wichtig es ist, Ernst zu sein" des Öfteren zelebriert. Liebe, Lügen und Laster am Ende des 19. Jahrhunderts liefern eigentlich schon genug Stoff für ein Stück, aber wenn dann noch zwei Damen nur einen Ernst zum Traualtar führen wollen, geht es drunter und drüber. Die Schüler der Theater-AG haben das Stück selbst ausgesucht. Maxi Arthun und Jamie Trautmann lasen es und verliebten sich sofort in die Szene, in der zwei junge, weibliche Dandys feststellen, dass sie beide mit Ernst verlobt sind. In der Aufführung spielen sie die beiden jungen Damen. Seit einem halben Jahr proben die Schüler der Theater AG, manchmal an Wochenenden und immer dienstags. Das am Ende des 19. Jahrhunderts entstandene Stück will nicht nur unterhalten, sondern auch Kritik an der Oberschicht der damaligen Zeit üben, die nach dem Motto lebt: "In Sachen von großer Wichtigkeit ist Stil, nicht Aufrichtigkeit das Entscheidende." Die Aufführung findet am Freitag, 1. Oktober, um 19 Uhr in der Aula des Christian von Mannlich Gymnasiums in Homburg statt. Der Eintritt ist frei, die Theater AG freut sich allerdings sehr über Spenden. red

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