Wie man schon früh lernt, ein gesundes Leben zu führen

Homburg. "Stark und gesund in der Grundschule" - unter diesem Motto steht seit 20 Jahren das Engagement von "Klasse 2000". Partner des in Nürnberg ansässigen Vereins sind seit Beginn die Lions-Clubs, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, "Klasse 2000" bundesweit zu verbreiten, mit einigem Erfolg

Homburg. "Stark und gesund in der Grundschule" - unter diesem Motto steht seit 20 Jahren das Engagement von "Klasse 2000". Partner des in Nürnberg ansässigen Vereins sind seit Beginn die Lions-Clubs, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, "Klasse 2000" bundesweit zu verbreiten, mit einigem Erfolg. Vor Ort in den Ländern verantwortlich für diese Förderung sind die "Klasse 2000"-Beauftragten der Lions-Clubs, im Saarland heißt dieser Beauftragte Stefan Friderich, vielen bekannt als Leiter der Schule am Webersberg."Bei 'Klasse 2000' handelt es sich um ein Sucht- und Gewaltpräventionsprogramm an den Grund- und Förderschulen", erläuterte Friderich die Ziele des Vereins. "Es ist dabei so geregelt, dass von 'Klasse 2000' Material für die Lehrer zur Verfügung gestellt wird. Und es werden so genannte Gesundheitsförderer von 'Klasse 2000' ausgebildet, die dann von außerhalb in die Klassen gehen und verschiedene Angebote machen." Das Einmaleins des so vermittelten Lebens: Gesund essen und trinken, Bewegung und Entspannung, sich selbst mögen und Freunde haben, Probleme und Konflikte gewaltfrei lösen, kritisch denken und "Nein" sagen zu Alkohol und Zigaretten. Das Programm des Vereins "Klasse 2000" hat dank der Förderung durch die Lions-Clubs alleine im Saarland inzwischen 337 Klassen erreicht.

Das Programm kostet Geld, das machte Friderich klar. Rund 200 Euro pro Jahr pro Klasse gilt es aufzubringen, um die Unterstützung des Vereins "Klasse 2000" in die Schulsäle zu bringen. Friderich: "Deswegen muss die Klasse einen Paten finden. Das können die Eltern sein, die das Geld übernehmen, das kann der Schulverein sein. Aber auch Unternehmen und Privatpersonen können als Paten agieren. Aber auch die Lions-Clubs selbst übernehmen Patenschaften. Und zwar dort, wo es nicht gelingt, andere Paten zu finden."

Dass man das Geld nicht zum Fenster hinauswirft, dass will man mit Überprüfungen festhalten. Und die scheinen das Engagement des Vereins "Klasse 2000" und seiner Lions-Club-Förderer zu belegen. Ein Beispiel Friderichs: "7,9 Prozent der untersuchten Schüler aus 'Klasse 2000' haben am Ende der siebten Klasse einmal geraucht. Im Gegensatz dazu waren es aber 19,7 Prozent bei den Schülern der Kontrollgruppe, die nicht an diesem Präventionsprogramm teilgenommen haben."

All das soll nun angemessen gefeiert werden: Die Kreissparkasse Saarpfalz wird morgen Abend ab 18 Uhr Schauplatz einer Jubiläumsveranstaltung sein. Sprechen sollen dann unter anderem auch Bildungsminister Ulrich Commercon und Gaby Schäfer, Staatssekretärin im saarländischen Justizministerium. thw

Foto: Wolf/pm