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Wie in Homburg, Bexbach, Kirkel die Verteilung der Gratismasken klappt

Kostenpflichtiger Inhalt: Maskenverteilung in Homburg, Bexbach, Kirkel : Die Gesichtsmasken-Versorgung ist angelaufen

In Homburg und Bexbach werfen Helfer seit Montag den kostenlosen Mund-Nasen-Schutz in die Briefkästen, in Kirkel kann man seine Ration an drei zentralen Anlaufstellen abholen.

Alle Bürger flott mit Mund-Nasen-Schutz auszustatten, diese Aufgabe wurde in Homburg, Bexbach und Kirkel am Montag unterschiedlich gelöst. Die Stadt Homburg begann mit der Verteilung der ersten Exemplare am Morgen, nachdem sie rund 200 000 Masken am Sonntag erhalten hatte. Bis in den Nachmittag waren Mitarbeiter im Rathaus mit dem Eintüten des Mund-Nasen-Schutzes beschäftigt, wie Stadtsprecher Jürgen Kruthoff mitteilte. Angeliefert worden seien die Masken in Paketen zu 25, sodass alle hätten geöffnet und umverpackt werden müssen. Man habe 5er- und 10er-Pakete geschnürt  und an die freiwilligen Helfer ausgegeben, die die Verteilung erledigen. Diese hätten auch Listen erhalten, wie viele Masken-Pakete sie pro Haus in den Briefkasten werfen müssen – basierend auf den Angaben des Einwohnermeldeamts. Nicht zuletzt aus Zeitgründen habe man darauf verzichtet, die Pakete mit der Post zu verschicken – das Etikettieren etwa hätte zu lange gedauert.

Am Nachmittag waren außer Homburg-Mitte und Erbach alle Stadtteile verpackt und den Austrägern zugestellt. Manche hätten sofort mit dem Austragen begonnen, so Kruthoff. Er ging aber davon aus, dass das Austragen erst am Dienstag und Mittwoch, für Homburg-Mitte und Erbach Mittwoch und Donnerstag über die Bühne gehe. Man mache den Freiwilligen keinen Druck, wie schnell sie die Masken verteilen sollten. Kruthoff sagte, die Bürger sollten sich nicht an der Postauslieferung orientieren, weil ja Privatleute die Pakete austragen, sondern tagsüber häufiger in den Briefkasten schauen. Möglich sei, dass die 200 000 Masken nicht ausreichten.

Auch in Bexbach werden die Masken verteilt, pro Haushalt gibt es zehn Stück. Bürgermeister Christian Prech (CDU): „Aufgrund der Kürze der Zeit war eine genaue Berechnung, in welchem Haushalt wie viele Personen leben, nicht zielführend. Dies hätte die Verteilung einige Tage nach hinten verschoben.“ Sollten in einem Haushalt mehr als zwei Personen leben und mehr Masken benötigt werden, sollten sich die Betroffenen melden. Mitarbeiter der Verwaltung lieferten dann am Mittwoch oder Donnerstag Masken nach.

Etwa 150 freiwillige Helfer hatten sich hier für die Verteilung angeboten. In Bexbach lief der Packprozess am frühen Montagnachmittag noch auf Hochtouren, um Bexbach-Mitte und Oberbexbach ging es da. Die gepackten Kisten würden ins Volkshaus Oberbexbach gebracht, wo die Helfer sie ab etwa 16 Uhr abholen und verteilen würden. Zuvor waren die Kontingente für Höchen und Niederbexbach, dann für Frankenholz und Kleinottweiler vorbereitet worden. Prech ging davon aus, dass im Laufe des Dienstags alle Masken verteilt werden.

In Kirkel begann die Verteilung  schon am Morgen. Am Sonntag zuvor hatte die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde bereits über Stunden hinweg die ersten „Masken-Päckchen“ gepackt, dementsprechend zügig ging die Verteilung am Montag um 9 Uhr los. Aktive der drei Löschbezirke hatten dafür an zentralen Punkten in der Gemeinde Verteil-Stationen eingerichtet. In Altstadt konnten sich die Bürger an der Hugo-Strobel-Halle versorgen, in Limbach am Festplatz und in Kirkel-Neuhäusel auf dem Parkplatz der Burghalle. Professionell war die Fahrzeug-Abholung von der zu Fuß getrennt, über Einbahnstraßen-Regelung wurde der Fahrzeugverkehr als so genannter „Drive through“ organisiert. Und während die einen Feuerwehrleute die Masken nach kurz angemeldetem Bedarf übergaben, sorgten andere im Hintergrund dafür, dass der Nachschub an Masken-Päckchen nicht abriss.

In Kirkel-Neuhäusel war es Ortsvorsteher Hans-Dieter Sambach (CDU), der mit anpackte. Sambach zeigte sich mehr als zufrieden mit dem Verlauf der Maskenausgabe – auch vor dem Hintergrund, dass nur sehr wenig Zeit geblieben sei zwischen dem Entschluss der Landesregierung zur Ausgabe der kostenlosen Masken-Erstausstattung und dem Beginn der Tragepflicht am Montag. Grundsätzlich hätte er, so Sambach, schon am Morgen mit mehr Andrang gerechnet, die Nachfrage würde aber wohl gegen Ende des Tages zunehmen. Den eigentlichen Ablauf der Maskenverteilung bewertete der Ortsvorsteher durchweg positiv, was die Feuerwehr auf die Beine gestellt habe, „läuft reibungslos. Die haben alles im Griff. Ich denke, das haben wir wirklich gut gelöst“. Die Idee, die Masken per Briefkastenverteilung in die Haushalte zu bringen, wäre indes wesentlich schwieriger gewesen als die nun organisierte Verteilung über drei zentrale Anlaufstellen. „Deswegen ist das die beste Lösung.“

So sehen sie aus, die Einwegmasken, die seit Montag in Homburg, Bexbach und Kirkel an die Bevölkerung verteilt werden. Foto: Thorsten Wolf
Masken-Umverpacken im Homburger Rathaus. Foto: Stadt Homburg

Kirkels Bürgermeister Frank John (SPD) verschaffte sich am Montagmorgen an allen drei Ausgabestellen einen Überblick vom Ablauf der Verteilung. Und auch er sprach der Feuerwehr Dank und Anerkennung für ihren Einsatz aus. Im Gespräch mit unserer Zeitung stellte er dabei klar, dass Menschen, die, aus welchen triftigen Gründen auch immer, nicht in der Lage seien, an den beiden Ausgabetagen Montag oder Dienstag ihre Masken abzuholen, von der Gemeinde versorgt würden. Über die Erstausstattung mit den Einwegmasken hinaus denke man darüber nach, die Menschen, die in der Gemeinde selbst Alltagsmasken nähten, mit denen zu vernetzen, die welche bräuchten. „Der Saarpfalz-Kreis macht ja schon etwas Vergleichbares.“ Denkbar wäre, so John, diese Vernetzung in Kirkel über die Website der Gemeinde herzustellen.