Weihnachtsmarkt an Homburger Einrichtung kam gut an : Wichtige Einnahmen fürs Tierheim

Noch Corona lockte wieder ein Weihnachtsmarkt Tierfreunde nach Erbach.

Auch dem Tierheim am alten Bahnhof in Erbach galoppieren die Kosten davon. Energie und Tierfutter lassen sie steigen. Daher war es wichtig, dass der zuletzt wegen Corona ausgefallene Weihnachtsmarkt am vergangenen Sonntag nach einer Pause wieder stattfinden konnte. Der Erlös aus dem Verkauf von Glühwein, Kuchen und Speisen sowie dem Verkauf vom Bastelwaren und Flohmarkt ist für diese Einrichtung sehr wichtig.

Eine Woche vor dem Weihnachtsmarkt hatte im Tierheim ein Adventskranz-Verkauf stattgefunden. Andrea Bonstaedter, Vorstandsmitglied des Homburger Tierschutzvereins, berichtete, dass diese Aktion ein großer Erfolg gewesen sei. „126 Adventskränze, die von unseren Mitgliedern und Freunden alle selbst gebastelt wurden, fanden reißenden Absatz.“ Alle Kränze seien in kürzester Zeit verkauft worden. Erfreulich für das Homburger Tierheim, wie auch der Besuch am Sonntag beim Weihnachtsmarkt.

Diesmal hatte sich der Veranstalter auch einiges ausgedacht, um den Besuch noch interessanter zu gestalten. Hobbyfotografin Elena Kempf bot an, Hunde und Katzen vor einer Dekowand ins richtige Licht setzen zu lassen und verschiedene Aufnahmen zu machen. „Meine Eltern hatten im Tierheim einen Hund geholt, und so kam ich auf die Idee, hier mit meinen Bildern zu helfen.“ Eine kleine Spende für die Fotos war dann auch kein Problem für die Tierbesitzer. Indessen verteilte der Nikolaus an die jüngsten Besucher des Weihnachtsmarktes am ersten Adventsonntag Adventskalender.

Kulinarisch wurde auch einiges geboten. Neben Kuchen und Plätzchen mundeten als Hauptmahlzeit Kürbissuppe und Lyonerpfanne. Kurzum: Für jeden Geschmack war etwas dabei. „Mit dem Besuch waren wir schon überaus zufrieden. Es zeigte sich, dass unser Weihnachtsmarkt nicht nur bei Tierfreunden großen Anklang findet“, so Andrea Bonstaedter.

Der Weihnachtsmarkt war für viele Besucher und Gäste auch diesmal die Gelegenheit, sich mit ihren Hunden im Tierheim sehen zu lassen. Vorstandsmitglied Bonstaedter befürchtet auch diesmal, dass viele Tiere insbesondere vor Weihnachten wieder ihr Zuhause verlassen müssen. „Gerade in dieser Zeit gibt es immer wieder viele Fälle, dass Menschen sich ihr Tier aus finanziellen Gründen nicht mehr leisten können. Besonders jetzt, weil die Lebenskosten stark gestiegen sind.“

Fototermin bei Elena Kempf (rechts), die beim Weihnachtsmarkt „Angus“ von Celina Bock (links) ins richtige Licht setzt.
Fototermin bei Elena Kempf (rechts), die beim Weihnachtsmarkt „Angus“ von Celina Bock (links) ins richtige Licht setzt. Foto: Markus Hagen

Vor der Übergabe eines Tieres an einen neuen Tierliebhaber müsse man noch verstärkter darauf achten, dass Hund, Katze oder Kleintier auch mit Arbeit und auch Kosten verbunden sind. „Ansonsten gibt es nach Weihnachten immer mehr Rückgaben.“ Ein Tier zu Weihnachten zu verschenken – das müsse ganz genau überlegt werden. „Wir legen immer sehr großen Wert darauf, dass derjenige, der sich ein Tier holt, entsprechende Verpflichtungen eingeht.“