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Wenn Teufelchen und Engelchen sich ineinander verlieben

Wenn Teufelchen und Engelchen sich ineinander verlieben

Homburg. Es war ein richtig vergnüglicher Abend in der Aula des Saarpfalz-Gymnasiums. Die Theater-AG der Schule zeigte die Komödie "Im Himmel ist die Hölle los", und begeisterte damit Besucher jeder Altersgruppe. Seit September hatten die Schüler mit Spielleiter Reiner Veeck das Stück einstudiert und geprobt

Homburg. Es war ein richtig vergnüglicher Abend in der Aula des Saarpfalz-Gymnasiums. Die Theater-AG der Schule zeigte die Komödie "Im Himmel ist die Hölle los", und begeisterte damit Besucher jeder Altersgruppe. Seit September hatten die Schüler mit Spielleiter Reiner Veeck das Stück einstudiert und geprobt. Und das trotz einer Vielzahl von Klausuren und anderer schulischer Pflichten, wie Schulleiter Jürgen Helwig nach dem Schlussapplaus betonte. Geschrieben wurde das Stück von Angelika Böckelmann, die auch Klassiker für Kinder- und Jugendtheater aufarbeitet. So wurde der ewige Knatsch zwischen Himmel und Hölle in unsere Zeit geholt. Das geht schon los beim teuflischen Botschafter Zip Zap (Marvin Müller), der zur Unzeit die Engel und vor allem Petrus (Pascal Kihm) aus dem Schlaf läutet. Es ist Geschenkezeit. Da will selbst die Hölle nicht zurückstehen und dem Himmel was bringen. Der Himmel will, dass die Menschen friedlich Weihnachten feiern und lieb zueinander sind. Der Oberteufel (Julian Bay) dagegen will, dass es in den weihnachtlichen Stuben ordentlich Stunk gibt. Seine Teufel sollen ausschwärmen, Essen versalzen, die Fernseher kaputt gehen lassen und etliche Gemeinheiten mehr. Was aber auf der Erde nicht aufzuhalten ist, passiert auch zwischen Himmel und Hölle. Der teuflische Botschafter und der Engel Raphaela (Lisa Stein) verlieben sich, sehr zum Verdruss ihrer Chefs. Das kann nicht gut gehen. Raphaela wächst ein Teufelshorn, und unter dem Mantel von Zip Zap sprießt ein Engelsflügel. Beide müssen auf die Erde und Menschen sein. In jedemMenschen steckt schließlich eine Portion Engel und eine Portion Teufel. Das Spiel im von Richard Heuft und Reiner Veeck gestalteten, von den Zuschauern als wunderschön gelobten Bühnenbild, war ein Genuss. Gebannt verfolgten sie das Geschehen, wie etwa Zip Zap den Engel Raphaela mit einem Game Boy neugierig macht. Zuvor hatte er schon Knecht Ruprecht (Maximilian Feth) mit Kokosnüssen beworfen. Die waren höllisch heiß, und als Ruprecht den motzigen Zip Zap einen Bäcker nannte, bellte der zurück: "Ich bin Röster!" - Berufsehre. Toll, wie der Oberteufel die Höllenköchin Rulla (Annemarie Hornung) herumscheuchte und wie die sich zur Wehr setzte. Pascal Kihm war ein sichtlich gestresster Petrus. Sein Gesicht sprach Bände, als Zip Zap und Raphaela sich näher kamen. Dabei war Raphaela ein Engel mit Geheimauftrag. Als Agentin Null Null Sechseinhalb machte sie dem Oberteufel die Hölle heißer, als ihm lieb war. Und da hatte Rulla, vom Oberteufel leichtsinnigerweise gefeuert, etwas mit Knecht Ruprecht im Sinn... Das blanke Entsetzen hatte seine Mutter Briketta im Gesicht, als sie ihren Sohn im Himmel fand. Jasmin Schröder machte das teuflisch gut. Die monatelange Arbeit der Theater-AG hatte sich wirklich gelohnt. Alles andere hätte aber auch wirklich mit dem Teufel zugehen müssen. smiDie Mitwirkenden: Pascal Kihm, Maximilian Feth, Lisa Stein, Marvin Müller, Annemarie Hornung, Julian Bay, Sonja Schneider, Kimberly Scherer, Jana Ertz, Saskia Reiß, Jasmin Schröder, Sophie Müller.