Wenn ein Wechsel unmöglich ist

Homburg/Jägersburg. Er würde gerne den Anbieter wechseln, kann das aber nicht wunschgemäß tun: Heinz Hussong hat wegen der Erdgaspreise Ärger mit den Stadtwerken. Der 65-jährige Jägersburger würde aus wirtschaftlichen Gründen von den Stadtwerken Homburg zu denen in Zweibrücken wechseln. "Die Kilowattstunde kostet im laufenden Jahr in Zweibrücken netto 4,03 Cent, in Homburg 6,12 Cent

Homburg/Jägersburg. Er würde gerne den Anbieter wechseln, kann das aber nicht wunschgemäß tun: Heinz Hussong hat wegen der Erdgaspreise Ärger mit den Stadtwerken. Der 65-jährige Jägersburger würde aus wirtschaftlichen Gründen von den Stadtwerken Homburg zu denen in Zweibrücken wechseln. "Die Kilowattstunde kostet im laufenden Jahr in Zweibrücken netto 4,03 Cent, in Homburg 6,12 Cent. Bei meinem Verbrauch würde ich nach einem Wechsel rund 682 Euro im Jahr sparen können."Stadtwerke wechselnEin Anruf bei den Stadtwerken in Zweibrücken brachte nicht den gewünschten Erfolg. Auf die Frage, ob er wechseln könne, kam ein "ja und nein" als Antwort, erzählt Heinz Hussong beim Gespräch mit unserer Zeitung. Leo Palm, Prokurist der Stadtwerke Zweibrücken, habe ihm gesagt, juristisch sei ein Wechsel möglich, aber technisch noch nicht. "Ich weiß nicht, wo das Problem liegt. Ich kann mein Gas überall beziehen, nur nicht in Zweibrücken", so Hussong weiter. Er wolle aber sein Gas nicht irgendwo in der Bundesrepublik kaufen, "ich will, wenn ich wechsele, in der Nähe bleiben". Die Tatsache, dass er wechseln kann, aber nicht nach Zweibrücken, "weil die nicht über die Grenze gehen", vermag der Neu-Pensionär nicht einzusehen. Gespräche mit den Stadtwerken Homburg wegen der Preisgestaltung haben laut Hussong bereits stattgefunden.Jürgen Schirra, Pressesprecher des Unternehmens, bestätigte auf Nachfrage unserer Zeitung den Kontakt mit Hussong. "Wir können leider dem Wunsch von Herrn Hussong nicht entsprechen und die gleichen Preise wie in Zweibrücken anbieten. Erdgaspreise sind immer Momentaufnahmen. Wir waren auch schon billiger als Zweibrücken." Schirra, der gemeinsam mit dem Prokuristen und Vertriebsleiter der Stadtwerke Homburg, Jörg Fritz, der SZ Rede und Antwort stand, betonte, man werde den Strompreis in diesem Jahr definitiv nicht erhöhen und den Gaspreis auch nicht, "wenn die Öl-Notierungen in etwa so bleiben".Äpfel mit Birnen verglichenWas den Preisvergleich angehe, vergleiche Heinz Hussong Äpfel mit Birnen, denn "er nutzt unser Festpreis-Angebot, das eine Preisgarantie auf einem höheren Preisniveau zum Inhalt hatte. Nach unserem Kenntnisstand bietet Zweibrücken ein solches Vertragsmodell nicht an". Im Übrigen habe man allen Festpreis-Kunden wie Hussong jetzt ein neues Angebot unterbreitet. "Nimmt er das an, werden aus den 680 Euro Vorteil nur noch 200 Euro", sagte Schirra. Dass man mit der Gaslieferung nicht über die Grenze gehe, sei, so Fritz, nichts Ungewöhnliches. "Die Kollegen in Zweibrücken machen das nicht, und auch wir sind beim Gas auf Homburg beschränkt. Alles andere wäre mit sehr großem Aufwand verbunden. Man darf auch die wirtschaftliche Sicht nicht aus den Augen verlieren. So etwas muss sich rechnen", so der Vertriebsleiter der Stadtwerke Homburg. Heinz Hussong werden diese Worte sicherlich nicht trösten.