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Weniger Arbeitslose im März im Saarpfalz-Kreis

Arbeitsmarkt : Arbeitslosenzahlen im März saisonbedingt zurückgegangen

3824 Frauen und Männer waren im Saarpfalz-Kreis bei der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet. Das sind 124 weniger als im Vormonat.

3824 Frauen und Männer waren im März im Saarpfalz-Kreis arbeitslos gemeldet, 124 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,0 Prozent, 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats. Gegenüber dem Vorjahr gab es einen Rückgang um 0,1 Prozentpunkte in der Quote und um 41 Personen in der absoluten Zahl. In der Geschäftsstelle Homburg (Bexbach, Homburg, Kirkel) waren im 2827 Arbeitslose gemeldet (minus 14 zum Vorjahr). Die Arbeitslosenquote lag hier bei 4,9 Prozent.

 „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im März ist üblich und vor allem saisonbedingt“, beurteilt Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland, die Entwicklung. „Einer der Schwerpunkte unserer Arbeit wird in den nächsten Monaten die Vermittlung in Ausbildungsstellen sein. Aktuell sind bei uns deutlich mehr offene Ausbildungsstellen als Ausbildungssuchende gemeldet. Deshalb lohnt sich für die Unternehmen auch ein Blick auf Jugendliche oder junge Erwachsene, deren Potenziale bisher noch nicht genutzt werden. Nicht immer spiegeln sich die Kompetenzen junger Menschen in Schulnoten und Zeugnissen wider“, ergänzt Haßdenteufel.

 Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im März um 108 auf 1582 gesunken, das waren 7,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei den Jüngeren unter 25 Jahren erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um zwei auf 152 im Vergleich zum Monat Februar. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl um 24 erhöht. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50plus lag bei 825. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um 57 verringert und gegenüber dem Vorjahr um 44 erhöht.

 Beim Jobcenter im Saarpfalz-Kreis waren im März 2242 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 16 weniger als im Februar. Damit lag sie um 151 unter dem Vorjahreswert. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag mit 126 um ein Fünftel unter dem Vorjahresniveau. 732 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 20 reduziert. 40,4 Prozent der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen sind gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits länger als ein Jahr gemeldet. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen betrug im März 905. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um über 15 Prozent. Die Unterbeschäftigung lag im Saarpfalz-Kreis im März mit 5.621 Personen um 5,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil der Arbeitslosen an der Unterbeschäftigung betrug 68,0 Prozent. Der Arbeitsmarkt wurde durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen damit um weniger als ein Drittel entlastet.

 In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie für Menschen stehen, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehlt. Es wird unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen beziehungsweise ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit  höher ausfallen würde.

 Unternehmen der Region haben im März 342 Stellen zur Besetzung gemeldet, 37 weniger als im Februar. Seit Jahresbeginn wurden rund tausend offene Stellen gemeldet. Aktuell stehen 1.423 freie Jobs zur Besetzung zur Verfügung. Die überwiegende Zahl der Stellenangebote wurde im aktuellen Monat in der Zeitarbeit, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Verarbeitenden Gewerbe und im Handel gemeldet. Auch im Baugewerbe, im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich, im Bereich Information und Kommunikation und im Bereich Erziehung und Unterricht sowie im Gastgewerbe gab es zahlreiche offene Stellen.

Jedes Jahr im März liegen die ersten Daten zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt vor. Im Saarpfalz-Kreis wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 878 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 154 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (plus 21,3 Prozent). Gleichzeitig haben 428 Bewerberinnen und Bewerber die Berufsberatung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in Anspruch genommen, zwei weniger als im Vorjahr (minus 0,5 Prozent).

 „Aktuell ist der Ausbildungsmarkt noch stark in Bewegung und es bestehen gute Chancen für Jugendliche, sich eine Ausbildungsstelle zu sichern“, so Haßdenteufel. Spätestens jetzt sollten die Jugendlichen die Berufsberatung in Anspruch nehmen, um nicht in Zeitnot zu geraten, heißt es in der Pressemitteilung der Arbeitsagentur weiter. „Dabei ist vorteilhaft, sich nicht zu stark auf einen einzigen Wunschberuf festzulegen, sondern frühzeitig Alternativen auszuloten“, ergänzt Haßdenteufel.

Arbeitsmarkt Saarpfalz-Kreis März Foto: SZ/Steffen, Michael

Die meisten Ausbildungsstellen wurden für die Berufe Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Mechatroniker/in, Kaufmann/-frau – Büromanagement, Verkäufer/in, Handelsfachwirt/in, Fachverkäufer/in Lebensmittelhandwerk – Fleischerei, Fachkraft Lagerlogistik, Industriemechaniker/in, Zerspanungsmechaniker/in und Kfz-Mechatroniker/in gemeldet. Nach den ersten sechs Monaten des Beratungsjahres sind noch 555 Stellen unbesetzt.