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Weihnachtszimmer in der Homburger Kleiderkammer für bedürftige Kinder

Für bedürftige Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre : Weihnachtsraum in der Kleiderkammer

Das ganze Jahr über wurden Geschenke gesammelt. Nun werden diese in der Kleiderkammer Homburg in einem eigens dekorierten Raum präsentiert. So will man armen Kindern eine Freude zum Fest machen.

Es gibt Menschen, für die ist Weihnachten schwierig, auch dann, wenn nicht gerade eine Pandemie die Welt in Atem hält und so viele Pläne durchkreuzt. Mit Bauchschmerzen durch die Vorweihnachtszeit gehen sie schlicht deswegen, weil ihnen das Geld fehlt, um ihre Kindern und anderen, die ihnen wichtig sind, eine Freude zu machen.

 Schon seit einigen Jahren hilft hier die Kleiderkammer Homburg, indem sie ein besonderes Zimmer einrichtet, das sich an Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre richtet. „Wir haben das ganze Jahr über viele Spielsachen gesammelt und die ganz besonders schönen Sachen aufgehoben, um dieses Weihnachtszimmer bestücken zu können“, erklärt Claudia Ohliger vom Amt für Jugend, Senioren und Soziales die Idee. Es gehe darum , dass sich auch Bedürftige über schöne Weihnachtsgeschenke freuen können.

Der Raum ist jedenfalls ein echtes Spielzeugparadies, zudem sollen Musik und Lichter für die passende Stimmung sorgen. In den gut gefüllten Regalen liegen Puppen, jede Menge Stoff- und Kuscheltiere, aber zum Beispiel auch Spiele, Modellautos, Puppenwagen. Sogar ein Einrad steht als Geschenk bereit. „In diesen Tagen werden wir Weihnachtstüten mit Geschenken packen, um sie ab dem 7. Dezember an die kleineren Kinder zu verschenken“, sagt Bettina Dejon, die Leiterin der Einrichtung. Sie freue sich, dass die Kleiderkammer gerade in dieser so schwierigen Zeit wieder so viele Spenden erhalten habe.

„Mit dieser Aktion wollen wir den Kindern in der Vorweihnachtszeit eine kleine Freude machen und bei ihnen für strahlende Augen sorgen“, ergänzte Claudia Ohliger. Darüber hinaus werde man weitere schöne Spielsachen aus dem Weihnachtszimmer zu einem besonders günstigen Preis abgeben.

Generell gebe es in der Kleiderkammer im Dezember eine höhere Nachfrage, informiert Ohliger. Das merke man immer wieder. Dafür ist man aber auch gut gerüstet. Denn es seien sehr viele Sachen abgegeben worden. Offenbar, so Ohliger, hätten viele Leute ihre Schränke und Keller ausgemistet. Angesichts der vielen Spenden nimmt man derzeit nichts mehr an. Der Container vor der Kammer sei daher geschlossen. Zum Glück kämpfe man derzeit auch nicht mehr gegen einfach wild abgelegte Kleidersäcke, in denen sich zum Teil extrem verschmutzte Stücke befanden, die entsorgt werden mussten.

 Die städtische Kleiderkammer findet man am Hochrech 50, der Eingang ist am Hügelweg. Wer hier gegen einen „sehr geringen“ Betrag „einkaufen“ möchte, müsse seine Bedürftigkeit nachweisen, etwa indem er Dokumente vorlege, die zeigen, dass er Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch erhalte, erläutert Ohliger. Ausgabetage sind jeweils am Montag, 11 bis 16 Uhr, und am Donnerstag, 11 bis 15 Uhr. Damit Corona-Auflagen erfüllt werden können, dürften derzeit nicht so viele Menschen gleichzeitig in die Räume. Zwischen Weihnachten und über den Jahreswechsel sei die Kleiderkammer geschlossen.

Weitere Informationen zur Kleiderkammer gibt es bei Bettina Dejon unter Tel. (0160) 8 84 20 99 während der Öffnungszeiten der Einrichtung oder aber per E-Mail unter bettina.dejon@homburg.de sowie bei Claudia Ohliger unter Tel.: (0 68 41) 10 11 14 sowie per Mail unter claudia.ohliger@homburg.de