Wehr investiert in die Sicherheit

Homburg. Ein ereignisreiches, teils turbulentes Jahr liegt hinter den Leuten vom Löschbezirk Mitte der Homburger Feuerwehr. Im Rahmen einer Nikolausfeier zogen die Redner ein trotz hoher Belastung positives Fazit des zu Ende gehenden Jahres

Homburg. Ein ereignisreiches, teils turbulentes Jahr liegt hinter den Leuten vom Löschbezirk Mitte der Homburger Feuerwehr. Im Rahmen einer Nikolausfeier zogen die Redner ein trotz hoher Belastung positives Fazit des zu Ende gehenden Jahres.Der vor kurzem gewählte neue Löschbezirksführer Alexander von Büren, der im Lauf des Abends von Oberbürgermeister Karlheinz Schöner die Ernennungsurkunde zum Ehrenbeamten erhielt, sah den Bezirk Homburg-Mitte gut aufgestellt. Die Gesamtzahl der Einsätze stieg von 386 im Vorjahr auf 427. Darin enthalten waren 82 Brände, 179 technische Hilfeleistungen, 20 Einsätze bei Verkehrsunfällen, sechs Gefahrgut-Einsätze und 21 Einsätze im Zusammenhang mit Tieren. 38 Personen wurden gerettet, außerdem neun Tiere. Auffallend zugenommen habe die Zahl der Türöffnungen, um Hilfe für Menschen bringen zu können. 105 Alarme durch Brandmelde-Anlagen wurden registriert, dazu zehn blinde und zwei böswillige Alarme. All das ergab 4186 Einsatzstunden. Rechne man Schulungen und Übungen dazu, kämen beim Löschbezirk Mitte rund 12000 ehrenamtlich geleistete Stunden zusammen. Was die Ausstattung mit Fahrzeugen und Gerät betreffe, komme Homburg eine Vorreiterrolle über die Region hinaus zu. Das aber, so betonten von Büren, der Oberbürgermeister Schöner und Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner, seien keine Investitionen für die Feuerwehr, sondern für die Menschen, die Rettung, Schutz und Hilfe im Unglücksfall brauchten. Zu Beginn hatte Karlheinz Schöner ein neues Hilfeleistungs- und Löschfahrzeug übergeben. Der Wagen hat rund 200000 Euro gekostet. Er hat 2000 Liter Wasser und 80 Liter Schaummittel an Bord, dazu Atemschutz und Rettungsgerät. Neun Einsatzkräfte haben in der Kabine Platz. Außerdem wurde ein neuer Einsatzwagen mit drei austauschbaren so genannten Rollcontainern nebst Ausstattung übergeben. Übereinstimmend hoben die Redner, darunter Stadtwehrführer Bernd Habermann, den großen Wert der Jugendfeuerwehr hervor. Vor vier Jahren gegründet sei sie eine wichtige Ressource für nachwachsende, gut ausgebildete Kräfte. Am Nikolausabend wurden wieder drei junge Wehrleute in den aktiven Dienst übernommen. Mit ihrer personellen Ausstattung (82 Aktive, 29 Jugendfeuerwehrleute) und mit modernen Gebäuden, Fahrzeugen und Technik gebe sie den Menschen das wichtige Gefühl der Sicherheit. Neben der guten Ausstattung sei auch Geschlossenheit wichtig, sagte der Oberbürgermeister. Die werde auch in gemeinsam erbrachten Leistungen wie der Verschönerung von Wache und Schulungsraum sichtbar und lasse zuversichtlich in die Zukunft blicken. Als hilfreich habe sich der Förderverein erwiesen, der für das Frühjahr wieder ein Benefiz-Konzert vorbereite.

Auf einen BlickPersonalien: Übernahme in die aktive Wehr: Michelle Kuhlmann, Matthias Fehr, Patrick Henkel. Beförderungen: Zu Feuerwehrfrauen Karolin Karmann und Sarah Schwemm; zum Feuerwehrmann Stefan Benkert, Sebastian Birtel, Christian Ecker, Thomas Karmann, Marcel Schmidt, Thomas Sollgan, Julius Zahn, Sebastian Feix, Patrick Löffler; zum Oberfeuerwehrmann Dominik Lembert, Johannes Ottermann; zur Löschmeisterin Annegret Kohn; zum Löschmeister Thorsten Materne, Sascha Schiestel, Stefan Schwemm, Frederik von Büren, Markus Klingel; zum Hauptlöschmeister Dieter Dörrenbächer, Gerhard Ecker, Stephan Rechin, Horst Schwarz, Klaus-Dieter Simon. Ehrungen: Für 40 Jahre Horst Schwarz; für 35 Jahre mit dem Ehrenzeichen in Gold Walter Seibert und Hanno Gerhardt; für 30 Jahre Stefan Goldbach; für 25 Jahre mit dem Ehrenzeichen in Silber Gerhard Ecker; für 15 Jahre Karsten Koller und Sascha Schiestel. smi