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Wagner will Schulstandort Beeden sichern

Wagner will Schulstandort Beeden sichern

Für den Beeder Ortsvertrauensmann Gerhard Wagner hat die Sicherung des Schulstandorts Beeden einen hohen Stellenwert. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der Griff in die Privatschatulle für ihn durchaus ein gangbarer Weg.

Es ist schon ein ungewöhnlicher Schritt, den Beedens Ortsvertrauensmann Gerhard Wagner da seit einiger Zeit geht: Mit 100 Euro belohnt er seit 2011 die, die ihre Kinder an der Beeder Grundschule, einer Dependance von Einöd, einschult. Und er macht deutlich: Mit der finanziellen Unterstützung aus seiner Privatschatulle will er den Schulstandort Beeden sichern.

Am Dienstag nun gab's die offizielle Übergabe der Einschulungsprämie. Für 20 Kinder bedeutet das einen kleinen Umschlag mit je 100 Euro. Als Ort für die Übergabe hatte sich Wagner dabei sein zweites "Standortsicherungskonzept" ausgesucht, den noch nicht ganz fertig gestellten Anbau an die Freiwillige Ganztagsschule. Auch den bezahlt Wagner weitestgehend aus der eigenen Tasche. Seine eindeutige Einschätzung. "Je besser unser Angebot in Beeden ist, desto länger können wir die Grundschule hier erhalten." Dies sei vor allem vor dem Hintergrund aktuell diskutierter Schulschließungen im Saarland von Bedeutung. Wagner: "Für mich ist es ganz wichtig, dass die Kinder dort zur Schule gehen können, wo sie auch wohnen." Dies habe auch eine entscheidende Bedeutung für die Zukunft eines Ortes.

Deswegen, so Gerhard Wagner, habe er sich vor etwa zehn Monaten dazu entschlossen, den wegen der starken Nachfrage nach dem Angebot der Freiwilligen Ganztagsschule nötigen Anbau zu verwirklichen. Und ihn aus eigener Tasche zu bezahlen - mit Unterstützung der Stadt, die die Kosten für eine behindertengerechte Toilette übernimmt und die Außenanlage gestalten wird. "Wir stehen kurz vor der Fertigstellung", so Wagner über den Bau, der eigentlich hätte einfacher werden sollen, als er es nun werde. So habe man sich dazu entschlossen, den Anbau an das bestehende Gebäude anzupassen und zusätzlich das Dachgeschoss auszubauen. Dies habe zu höheren Kosten geführt. Er hoffe aber, erklärte Wagner im Gespräch mit unserer Zeitung, dass man einen fünfstelligen Betrag für den Neubau am Ende halten könne. Wagner: "Auch wenn es am Ende etwas teurer ist, bin ich davon überzeugt, dass die diese Investition in die Zukunft richtig ist."

Im Detail stünden den Kindern für die Nachmittagsbetreuung im Erdgeschoss 100 Quadratmeter zusätzlich an Nutzfläche im Anbau an das bestehende Gebäude der Ganztagsschule zur Verfügung. Zusätzlich baue man das Obergeschoss mit 80 Quadratmetern komplett aus, um dort das Beeder Ortsarchiv einzurichten. Dieser zweite Teil des Gebäudes werde dann nach dem endgültigen Abschluss der Arbeiten im kommenden Jahr über eine Wendeltreppe im Außenbereich des Anbaus zu erreichen sein.