Vortrag über Land und Geschichte : Die bunten Wegekreuze im Bitscher Land

Der oft noch unbekannte Nachbar: Denkmäler und Geschichte werden in einem kurzweiligen Vortrag vorgestellt.

Die Verbindungen zum deutschen Nachbarn sind eng, es gibt mehrere Schleichwege durch den Wald von hüben nach drüben – dennoch läuft hier eine Landesgrenze durch: das Bitscher Land. Der Zweckverband „Saar-Blies-Gau/Auf der Lohe“ und der Saarpfalz-Kreis laden in Zusammenarbeit mit dem Mandelbachtaler Verkehrsverein zum Bildervortrag „Ein Spaziergang durchs Bitscher Land“ am 11. September ab 19 Uhr ins Haus Lochfeld in Wittersheim ein.

Obwohl das Bitscher Land mit seinen 57 Ortschaften unmittelbarer Nachbar der Saarpfalz ist, ist es vielen weitgehend unbekannt. Die Region im Osten des lothringischen Départements Moselle birgt gleichwohl viele Sehenswürdigkeiten. Die einst heftig umkämpfte Zitadelle auf dem Felsen über der Stadt Bitsch mit ihren Katakomben und ihrer Weitsicht ist, ergänzt durch den „Garten des Friedens“, eine davon.

Malerische Ruinen alter Burgen, weitläufige Wälder mit idyllischen Weihern und bizarren Buntsandsteinfelsen prägen den einen Teil der Region, während westlich davon Felder, Wiesen und Obstbäume ganz ähnlich dem Bliesgau vorherrschen.

Die Volksfrömmigkeit der Region schwer zu übersehen: Kapellen, Mariengrotten und die oftmals bunt bemalten Wegekreuze legen darüber Zeugnis ab. Das „Bitscherländchen“ ist aber auch Keimzelle früher Industrialisierung – vor allem die Glasherstellung hat hier eine lange Tradition und wird aktuell museal aufwändig in Szene gesetzt. Martin Baus vom Saarpfalz-Kreis wird in Text und Bild die unmittelbare Nachbarregion vorstellen. Wenn man sich die Form des Départements Moselle anschaut, wird man feststellen, dass das Bitscherland wie ein Sack daran angehängt ist. Damit nahm die französische Regierung Rücksicht auf die Geschichte des Bitscher Landes, das traditionell zum Bistum Metz gehörte und damit zumindest „gefühlt“ zum Département Moselle, obwohl die Dörfer des Bitscher Landes deutlich mehr dem Elsass ähneln als Lothringen.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Teilnehmerzahl auf zwölf Personen beschränkt.

Die zwingend notwendige Voranmeldung mit Angabe der persönlichen Daten ist bis spätestens 10. September beim Saarpfalz-Kreis in Homburg, Tel. (06841) 104-72 28 oder per E-Mail an haus-lochfeld@saarpfalz-kreis.de möglich. Dort gibt es auch weitere Informationen, auch das restliche Veranstaltungsprogramm 2020 und eine Anfahrtsbeschreibung.

Wegen begrenzter Parkmöglichkeiten am Veranstaltungsort wird gebeten, Parkplätze im Umfeld zu nutzen. Die Teilnahme am Vortrag ist kostenfrei. Nicht im Vorfeld angemeldeten und registrierten Gästen kann kein Einlass gewährt werden.