Vortrag an der VHS Homburg beleuchtet das Leben der Mönche im Mittelalter

VHS Homburg : Die schlauen Mönche im Mittelalter

Um Mönche im Mittelalter und die Frage „Warum waren sie so schlau und dick?“ geht es in einem Vortrag von Iwona Wiemer bei der Volkshochschule (VHS) Homburg am heutigen Dienstag, 10. September, 18.30 Uhr, in der Hohenburgschule, Saal drei.

 Das erste Kloster in Europa gründete Benedikt von Nursia im Jahr 529. So entstand der Orden der Benediktiner. Bald gab es Franziskaner, Dominikaner, Zisterzienser und viele andere Brudergemeinschaften. In jedem Kloster lebten die Mönche nach den Regeln des Klostergründers, und alle Mönche lebten nach dem Motto „ora et labora“ – „bete und arbeite“. Die Hierarchie und strenge Klosterregeln bestimmten das Leben der Mönche. An der Spitze stand der Abt, dem jeder Mönch absolute Unterwerfung und Treue schwor.

Die Mönche waren normale Menschen, den alle Gefühle wie Zufriedenheit, Liebe, Hass, Eifersucht lebenslang begleiteten, heißt es in der Pressemitteilung weiter heiß. Sie waren auch normale Männer, die jeden Tag gegen die Dämonen der sexuellen Bedürfnisse kämpfen mussten, hieß es von den Veranstaltern zum Hintergrund,  Über viele Jahrhunderte waren die Klöster die Zentren des Glaubens und der Macht und besaßen ein Monopol auf das Wissen. Nur im Kloster konnte man Lesen und Schreiben lernen. Nur die Klöster hatten Bibliotheken, nur dort konnte man eine Ausbildung als Gelehrter machen. So war jeder Gelehrter gleichzeitig ein Mönch. Die damalige Bevölkerung bestand zu über 90 Prozent aus Bauern, die restlichen wenigen Prozente bildeten die Privilegierten, der Adel und der Klerus. Also, nur eine kleine Bevölkerungsgruppe hatte Zugang zum Wissen. Das waren Mönche, nur sie waren im Mittelalter die Gebildeten, die Schlauen.

 Aber warum waren sie so dick, obwohl sie nach strengen Fastenregeln leben mussten? Es gehe immerhin um eine  Epoche, in der die Bevölkerung in ständiger Angst vor Hungernot und Hungertod lebte. Die Klöster waren in den Regionen die größten Produzenten von Nahrungsmitteln, Bier und Wein. Sie konnten Vorräte anlegen. Die Fastenregeln wiederum betrafen nur vierbeinige Tiere, Eier, Milch und Milchprodukte. So konnte man während der Fastenzeit Fische, Vögel sowie Biber und Fischotter, die als Fische galten, essen.

Die Teilnahmegebühr für den Vortrag heute liegt bei fünf Euro. Weitere Infos, auch  zu allen Kursen, bekommt man direkt bei der VHS Homburg, Am Forum 5, Tel. (0 68 41) 10  11 06, Fax (0 68 41) 10 12 88 E-Mail vhs@homburg.de.

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