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Vogler Quartett und illustre Gäste

Vogler Quartett und illustre Gäste

Publikumsliebling Tatjana Masurenko (Bratsche) ist wieder da, der Cellist Mischa Meyer ist neu auf der Gästeliste: Die Kammermusiktage beginnen heute. Viel Arbeit liegt hinter den Kammermusikfreunden Saar-Pfalz.

"Continuo" (italienisch "immerfort ohne Unterbrechung"), so ist die Neuauflage der Internationalen Kammermusiktage Homburg überschrieben. Sie bringen von heute, Dienstag, 27. September, bis Montag, 3. Oktober, musikalischen Glanz in unsere Stadt. Zum Kontinuum des weithin beachteten Festivals gehört zu allererst das bekannte Vogler Quartett mit Tim Vogler und Frank Reinecke (Violinen), Stefan Fehland (Bratsche) und Stephan Forck (Cello), das seit vielen Jahren die künstlerische Leitung wahrnimmt und höchste musikalische Qualität garantiert. Dazu lädt es sich auch in diesem Jahr wieder illustre Gäste ein, um in stets neuen Besetzungen die bunte Vielfalt der Kammermusik zum Klingen zu bringen.

So dürfen sich die Musikfreunde wieder auf ihren Publikumsliebling freuen, auf die musikantisch mitreißende Bratscherin Tatjana Masurenko. Ein Neuzugang ist der Cellist Mischa Meyer. Auf der Gästeliste stehen überdies der Pianist Caspar Frantz, der Klarinettist Zoltán Kovács, das Klavierduo Sivan Silver und Gil Garburg, der türkische Balam-Virtuose und Komponist Taner Akyol mit seinen Triopartnern Antonis Anissegos (Klavier) und Sebastian Flaig (Schlagwerk), nicht zuletzt der aus Homburg stammende Schauspieler Till Weinheimer mit seinen Rezitationen aus Tolstois "Kreutzersonate" als Reflektion auf die gleichnamigen erklingenden Werke von Beethoven und Janáek am Samstag, 1. Oktober in der Fasanerie Zweibrücken.

Zum Kontinuum gehören natürlich auch die überaus motivierten, rührigen Kammermusikfreunde Saar-Pfalz. Sie haben schon viel organisatorische Vorarbeit geleistet und werden neuerdings mit weiblichem Charme und Tatkraft von Sibylle Kößler angeführt.

Am Beginn der internationalen Kammermusiktage Homburg wirbt ein festliches Eröffnungskonzert heute, am Dienstag, 27. September, 20 Uhr im Kulturzentrum Homburger Saalbau um die Gunst der Zuhörerinnen und Zuhörer, aber auch um die Zuwendung der vielen Sponsoren und Förderer, ohne die das Festival nicht zu stemmen wäre. Nach gutem Brauch wird ihnen an diesem Abend in besonderer Weise durch die Veranstalter gedankt. Dazu erklingt Kammermusik "jugendfrisch und altersweise", wie Jürgen Ostmann in seiner Einführung titelte.

Altersweise ist sicher das vorletzte vollendete Streichquartett G-Dur opus 77/1 von Joseph Haydn (1732-1809) aus dem Jahre 1797, das das Vogler Quartett vorbereitet hat, sowie die vorletzte Cellosonate C-Dur opus 102/1 von Ludwig van Beethoven (1770-1827) aus dem Jahre 1815. Sie wird von Mischa Meyer und Caspar Frantz interpretiert.

Jugendfrische atmet hingegen das erste der beiden Streichsextette B-Dur opus 18 von Johannes Brahms (1833-1897). Es entstand zwischen 1858 und 1860 und war bei der Uraufführung 1860 in Hannover wegen seiner Eingängigkeit gleich ein riesiger Publikumserfolg. Das Vogler Quartett wird hierbei ergänzt von Tatjana Masurenko (zweite Viola) und Mischa Meyer (zweites Cello).

Rechte Ohrwürmer von den drei großen "Bs" der Musik Bach, Beethoven und Bartók erklingen am zweiten Kammermusikabend am Mittwoch, 28. September, ab 18 (!) Uhr in Rubly's Werkstatt in der Homburger Lagerstraße 13. Zu Recht erklingt das krönende Werk am Schluss, das wunderschöne Quintett für Klarinette und Streichquartett A-Dur KV 581 aus dem Jahre 1789 von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791).

Ein eigener Kartenvorverkauf dazu ist ab sofort in der Homburger Brunnenapotheke in der Talstraße eingerichtet. Für die anderen Konzerte gibt es Karten an der Abendkasse oder bei den Vorverkaufsstellen im Kulturamt des Rathauses, Am Forum, sowie im Stadtbus-Büro im Talzentrum.

Bratscherin Tatjana Masurenko ist bei den Kammermusiktagen in Homburg dabei. Foto: Carmen Jasmyn Hoffmann Foto: Carmen Jasmyn Hoffmann

kammermusik-homburg.de