1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. Homburg

Violinvirtuose Renaud Capuçon und Klavierpartner Guillaume Bellom in Homburg

Homburger Meisterkonzerte : Beethoven mit Stargeiger Capuçon

Gerade erst sind die meisterlichen Klänge des Trios Nils Mönkemeyer (Bratsche), Alban Gerhardt (Cello), William Youn (Klavier) im Saalbau verklungen, da steht der nächste Höhepunkt bei den Meisterkonzerten an: Am 19. März ist der Violinvirtuose Renaud Capuçon hier zu Gast.

Die Stargäste beim Homburger Meisterkonzert am Donnerstag, 19. März, 19.30 Uhr, im Homburger Saalbau sind der in aller Welt gefeierte Violinvirtuose Renaud Capuçon und sein junger Klavierpartner Guillaume Bellom. Zum 250. Jubiläum von Ludwig van Beethoven (1770-1827) dürfen sich die Zuhörerinnen und Zuhörer auf drei seiner anspruchsvollsten Violinsonaten freuen, und das in Interpretationen auf höchstem Niveau.

Renaud Capuçon kam 1976 im französischen Chambéry zu Welt und wurde bereits mit 14 Jahren in die Violinklasse von Gérard Poulet am Pariser Konservatorium aufgenommen. Für die gute Ausbildung dort sprechen die vielen Wettbewerbspreise wie der „Echo Klassik“ für den besten Nachwuchskünstler des Jahres 2004, derselbe Preis für die beste Kammermusik-Einspielung des Jahres 2007 und 2017 für die beste Konzerteinspielung. Seit sechs Jahren bekleidet der begnadete Geiger eine Professur an der Musikhochschule in Lausanne. Capuçon spielt in Homburg eine wertvolle Guaneri von 1737, auf der zuvor der große Isaac Stern seine Triumphe feierte.

Seine erste Ausbildung bekam sehr früh auch Guillaume Bellom (geboren 1992) mit sechs Jahren in den Fächern Violine und Klavier am Conservatoire Besançon, bevor er wie sein Violinpartner ans Conservatoire National de Paris wechselte. Internationale Siegerpreise säumen inzwischen seinen steilen Weg nach oben wie 2015 beim Concours Clara Haskil und im gleichen Jahr beim Wettbewerb in Épinal. 2016 gewann er den Concours Thierry Scherz im Schweizer Gstaad und erhielt ein Jahr später das „Vierfach-Forte“ von Télérama für exzellente Aufnahmen mit Mozart und Schubert.

Die drei ausgewählten Violinsonaten des noch jungen Beethoven in A-Dur opus 12/2, in F-Dur opus 24 und in c-Moll opus 30/2 entstanden in der kurzen Zeitspanne zwischen 1797 und 1802. Dennoch verraten sie eine geradezu revolutionäre Entwicklung, die auch dem zeitgenössischen Publikum und der Kritik auffiel. Der Komponist spielte in seiner Jugend in der kurfürstlichen Hofkapelle in Bonn Violine. Es ist aber anzunehmen, dass er sich bei den Uraufführungen seiner Violinsonaten eher den technischen Herausforderungen im Klavierpart zuwandte. Wer sein Violinpartner dabei war, wissen wir leider nicht. Es ist auch müßig, darüber zu spekulieren, wenn zur Begrüßung des neuen Frühlings die ersten Sonnenstrahlen der „Frühlingssonate“ op. 14 im lichten F-Dur über die Saiten der Guaneri und über die Tasten des Steinway-Flügels rieseln oder wenn die ersten rollenden Kopfmotive der c-Moll-Sonate opus 30/2 mit den konfliktreichen Leidenschaften der Klavier-Pathétique in gleicher Tonart konkurrieren möchten. Ein großer Konzertabend erwartet das Homburger Meisterkonzertpublikum am 19. März im Saalbau – mit hoffentlich ebenso großem Publikum, nachdem das Trio-Konzert Anfang des Monats mit der seltenen Kombination Bratsche (Nils Mönkemeyer), Violoncello (Alban Gerhardt), Klavier (William Youn) beim Publikumszuspruch stark unter der Corona-Angst gelitten hat.

Der Vorverkauf freier Plätze für 35 Euro und 32 Euro in den Kategorien I und II wurde bei der Homburger Kulturgesellschaft bereits eröffnet. Karten und Infos unter Tel. (06841) 101 820; kultur@homburg.de oder www.homburg.de Eine halbe Stunde vor Konzertbeginn stellt Markus Korselt als künstlerischer Leiter der Meisterkonzerte Interessierten die Künstler und ihr Programm vor. Ähnliches kann man im kostenlos ausliegenden Programmheft der Homburger Kulturgesellschaft nachlesen.