Verinnerlichte Klangwelt

Homburg. Interessierte Kammermusikfreunde erlebten am vergangenen Sonntag in der protestantischen Stadtkirche Homburg einen musikalischen Hochgenuss. Im Mittelpunkt des gut einstündigen Programms stand eine Auswahl von Johann Sebastian Bachs sechs berühmten Sonaten. Das Konzert für Violine und Cembalo fand zu Ehren des 325

Homburg. Interessierte Kammermusikfreunde erlebten am vergangenen Sonntag in der protestantischen Stadtkirche Homburg einen musikalischen Hochgenuss. Im Mittelpunkt des gut einstündigen Programms stand eine Auswahl von Johann Sebastian Bachs sechs berühmten Sonaten. Das Konzert für Violine und Cembalo fand zu Ehren des 325. Geburtstages des deutschen Komponisten, Orgel- und Klaviervirtuosen des Barocks, Johann Sebastian Bach, statt, der am 21. März 1685 geboren wurde. Vorgetragen wurden bei dieser Hommage an Bach die drei Sonaten A-Dur, c-Moll und G-Dur. Ausführende waren Andreas Götzinger (Violine), langjähriges Mitglied in der Deutschen Kammerphilharmonie und seit 1989 als Stimmführer der zweiten Violinen im SWR-Rundfunkorchester Kaiserslautern/Deutsche Radiophilharmonie Kaiserslautern Saarbrücken, sowie Kirchenmusikdirektor Professor Helmut Freitag (Cembalo), Organist, Cembalist sowie Dirigent und seit 2002 auch Universitätsmusikdirektor an der Universität des Saarlandes. Geboten wurde den Musikfreunden in der Protestantischen Stadtkirche eine kleine Facette aus dem immensen Schaffen Johann Sebastian Bachs. Die beiden außergewöhnlichen Musiker spielten zum ersten Mal gemeinsam in der Homburger Stadtkirche. Kongenial konzertierten sie den Zuhörern drei dieses eigentlich sechs Sonaten umfassenden, berühmten, jedoch recht unbekannten Bach-Kunstwerkes. Musik warm haltenDer Komponist hatte die Sonaten für Violine in seiner Zeit als Hofkapellmeister in Köthen geschrieben. "Es ist wichtig, dass man diese Musik warm hält, damit sie nicht in Vergessenheit gerät", wies Freitag auf die Bedeutung dieser kontrapunktig gearbeiteten Sonaten hin. "Es sind außergewöhnlich hohe Kunstwerke", betonte der Kirchenmusikdirektor Freitag, welcher seit 2008 auch Organist der Stephanskirche im "Spiegel" (Bern) ist. Ruhige, langsame Sätze wechselten sich mit lyrischen Sätzen ab, verbreiteten einen intimen Klang und schufen in diesem Gotteshaus eine verinnerlichte Klangwelt. Für Bezirkskantor Stefan Ulrich sind die berühmten sechs Sonaten von Bach "einzigartig in der Musikliteratur, hochvirtuos und sehr anspruchsvoll". Johann Sebastian Bach habe sehr viel für Orchester komponiert, betonte Ulrich. Dabei seien seine Sonaten "herausragende Beispiele dieser Gattung", meinte der Bezirkskantor.

Auf einen Blick Unterstützt wird die kirchenmusikalische Arbeit an der Protestantischen Stadtkirche Homburg vom Verein zur Förderung der Kirchenmusik in der Stadtkirche Homburg. Weitere Informationen gibt es bei Bezirkskantor Stefan Ulrich, Telefon (0 68 41) 12 09 58, beim Vorsitzenden des Fördervereins, Andreas Adolph, unter Telefon (01 71) 2 27 22 40. re

Mehr von Saarbrücker Zeitung