Verdienstmedaille für Gabriel

Für sein außergewöhnliches Engagement wurde der Ex-Richter jetzt ausgezeichnet.

Mit der Bundesverdienstmedaille wurde am Donnerstagabend der ehemalige Richter am Amtsgericht Homburg, Gerd Dieter Gabriel, ausgezeichnet. Gabriel hat sich in außergewöhnlichem Maße auf vielen ehrenamtlichen Feldern engagiert, wie der Laudator und saarländische Minister für Finanzen und Europa Stephan Toscani feststellte, der die Ehrung im Auftrag des ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck übernahm. Dieter Gabriel und der CDU-Kreischef Toscani kennen sich seit vielen Jahren, so fiel es dem Minister leicht nette und persönliche Worte für den Geehrten zu finden.

"Es ist mir eine besondere Freude, diese besondere Auszeichnung heute zu verleihen", stellte Toscani fest. Er nannte Gabriel einen "väterlichen Begleiter", von dessen Ratschlägen er profitiert habe. Gabriel sei durchaus ein Vorbild für die jüngere Generation, habe er stets seine Aufgaben mit viel Engagement und Wissen ausgefüllt. Sichtlich bewegt nahm der Schwarzenacker Bürger im Kreise seiner Familie und vieler Weggefährten, die ins Römermuseum gekommen waren, die Auszeichnung entgegen. Die Dankesrede von Gerd Dieter Gabriel, der seit vielen Jahren in Schwarzenacker lebt, galt vor allem seinen Kindern und seiner Ehefrau Ursula. Sie habe ihm immer zur Seite gestanden und ihn unterstützt. Viele Abende sei Gabriel damit beschäftigt gewesen, seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten nachzugehen, wie er selbst sagte. Obwohl er die Kriegs- und Nachkriegsjahre und auch die heutige schwierige Lage in aller Welt erlebt habe, nannte er es eine glückliche Zeit, in die er geboren wurde. Zwei Wiedervereinigungen waren in diese Zeit gefallen. Gabriel dankte auch seinem langjährigen Freund Volker Oberhausen. Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind nannte diese Auszeichnung "einen wunderbaren Anlass an einem schönen Tag".

Der heute 82-Jährige kam 1966 zum Amtsgericht Homburg, wo er bis 1999 als Richter tätig war. Gerd Dieter Gabriel gehörte politisch der CDU an und war von 1974 bis 1999 im Kreistag des Saarpfalz-Kreises. In dieser Zeit war er tätig als stellvertretender Kreisvorsitzender des Roten Kreuzes, im Psychiatriebeirat, im Verwaltungsrat der Kreissparkasse, bei der Kreisverkehrswacht und in der Vertreterversammlung der Saarpfalz-Touristik, um nur einige Funktionen zu nennen. Von 1966 bis 1974 war er CDU-Ortsverbandsvorsitzender in Einöd, stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender der Homburger CDU und viele Jahre stellvertretender Kreisvorsitzender im Kreis Homburg und später im Saarpfalz-Kreis. Kirchlich engagiert sich Gabriel im Kreisvorstand des Evangelischen Arbeitskreises (EAK), dessen Kreisvorsitzender und stellvertretender Landesvorsitzender er von 1972 bis 1980 war. Darüber hinaus war er Presbyter in Einöd und Schwarzenacker, Mitglied der Bezirkssynode Homburg und Synodaler der Pfälzischen Landeskirche. Sportlich lag sein Schwerpunkt auf der Förderung des Reitsports, sei es im Reiterverein Einöd, als Juror beim Webenheimer Bauernfest oder bei den Galoppsportfreunden in Güdingen.