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Professor Steudel: Verdienste um die ärztliche Fortbildung gewürdigt

Professor Steudel : Verdienste um die ärztliche Fortbildung gewürdigt

(red) Die Bundesärztekammer verleiht in Anerkennung besonderer Verdienste um die ärztliche Fortbildung die Ernst-von-Bergmann-Plakette. Sie ist benannt nach Ernst von Bergmann, der von 1882 bis 1907 Leiter der chirurgischen Universitätsklinik Berlin war. Seine wesentlichen Verdienste sind die Mitbegründung der Hirnchirurgie und die Einführung der Asepsis bei der Wundbehandlung. In diesem Jahr wurde - auf Vorschlag der Ärztekammer des Saarlandes - Professor Wolf-Ingo Steudel mit dieser Auszeichnung geehrt.

Seit 1983 organisierte Professor Steudel die jährliche Fortbildungstagung der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie. Seit 1984 gehörte er dem erweiterten Vorstand an. 1990 wurde er zum Leiter der Kommission Dokumentation und EDV der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie gewählt. Sein wissenschaftliches Schaffen umfasst insgesamt 360 Publikationen, Vorträge und Buchbeiträge. Hauptforschungsschwerpunkte waren der Hydrozephalus, die Neuroonkologie, Neurotraumatologie und Wirbelsäulenforschung. Steudel hat sich auch sehr früh mit einem heute zunehmend aktuellen Thema der medizinischen Versorgung befasst, der Anwendung der Telematik. Neben seiner umfangreichen hauptamtlichen Tätigkeit hat sich Steudel auch über viele Jahre ehrenamtlich in den Gremien der Ärztekammer engagiert. Er war Mitglied der Vertreterversammlung und wurde bereits 1999 in den Fortbildungsausschuss der Ärztekammer gewählt.

Im April 1991 übernahm er in schwieriger Zeit Verantwortung als Kommissarischer Direktor die Neurochirurgische Universitätsklinik in Homburg. Die endgültige Berufung erfolgte dann 1992. Von 2002 bis 2010 nahm Wolf-Ingo Steudel die Aufgabe des Ärztlichen Direktors des gesamten Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) wahr. Bereits sehr früh engagierte sich Professor Steudel im Bereich der ärztlichen Fortbildung. „Wir haben ihn stets als einen sehr engagierten Kollegen erlebt, der sich durch seine ruhige, immer besonnene und wohlwollende Art sowie unbedingte Zuverlässigkeit sehr große Wertschätzung erworben hat. Durch seine wissenschaftliche und berufliche Situation und sein ehrenamtliches Engagement war er ein wichtiges Bindeglied zwischen Ärztekammer und Universität,“ sagte Kammerpräsident Dr. Josef Mischo bei der Verleihung im Rahmen der Fortbildungseröffnung am 13. September.