Verbot von Bordellwerbung: Unterschriftenliste im Rathaus Homburg

Liste liegt im Rathaus aus : Unterschriftenliste gegen Bordellwerbung liegt aus

Am Weltfrauentag istdie Petition „Bordellwerbung – Nein Danke!“ der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der saarländischen Frauenbeauftragten gestartet. Sie soll dazu beitragen, dass das Saarland als erstes Bundesland flächendeckend Bordellwerbung abschafft.

In Städten wie München, Trier und Köln sowie in einzelnen Stadtteilen deutscher Großstädte gibt es bereits ähnliche Verordnungen. Das teilt die Stadt Homburg mit.

Einige Menschen haben die Petition gegen Bordellwerbung bereits unterzeichnet. Die gesammelten Unterschriften für ein bordellwerbungsfreies Saarland sollen am Weltmädchentag, 11. Oktober,dem Landtagspräsidenten überreicht werden. Eine Unterschriftenliste, in die sich Unterstützerinnen und Unterstützer des angestrebten Verbots eintragen können, liegt ab sofort an der Information im Foyer des Rathauses der Stadtverwaltung Homburg aus.

Bordellwerbung sei in vielfacher Hinsicht schädlich, argumentieren die Frauenbeauftragten: Sie verschleiere die Realität des Gewerbes, indem sie glamourös wirke, wo Notlagen der arbeitenden Frauen die Regel seien. Sie schaffe schlechte Arbeitsbedingungen, indem sie interessierten Sexkäufern versichere, irgendwo immer noch ein billigeres, besseres Angebot zu erhalten. Sie sei unter Jugendschutzaspekten äußerst bedenklich und vermittele ein fragwürdiges, unangenehmes Bild vom Wirtschaftsstandort und Touristenziel Saarland.

Die Kommunale Frauenbeauftragte der LAG im Saarland, zu der auch die Homburger Frauenbeauftragte Anke Michalsky gehört, hatte sich im Zuge der Änderung des Prostituiertenschutzgesetzes im Jahr 2016 nicht für ein generelles Verbot von Prostitution ausgesprochen. Der Arbeitsgemeinschaft war und ist wichtig, dass Beratungsstellen Zugang zu den Frauen haben und dass die Betroffenen Zugang zu niedrigschwelligen Beratungsangeboten haben und ihnen Ausstiegsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Die Bordellwerbung hingegen konterkariere die Ziele des Prostituiertenschutzgesetzes.

Mehr von Saarbrücker Zeitung