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Veranstalter zufrieden mit Römertagen

Aktionstage in Schwarzenacker lockten 300 Kinder an : Veranstalter zufrieden mit Römertagen

Zur Ferienaktion im Römermuseum Schwarzenacker kamen über 300 Kinder an sechs Tagen. Das Corona-Konzept ging auf.

Corona-bedingt fanden in diesem Jahr die sechs Veranstaltungstage der Ferienaktion im Römermuseum Schwarzenacker dienstags zwischen 11 und 17 Uhr unter anderen Bedingungen statt. Statt eine bestimmte Anzahl von Kindern zu Themen wie römisches Handwerk, Töpfern und Bildhauen, Lederbeutel basteln, römische Götter oder Baukunst zuzulassen, durften diesmal die Eltern und Verwandte ihren Nachwuchs den ganzen Tag auf dem Gelände begleiten. „Dies war sehr erwünscht, weil wir wegen der Abstandshaltung und Hygienemaßnahmen nicht die gesamte Aufsicht und Kontrolle alleine erledigten konnten.“ so Renate Dilly-Liefke von der Römerstifung Schwarzenacker, der Veranstalterin dieser Ferienfreizeittage.

 Während sich die Kinder, diesmal mit Bildhauen, Töpfern, Lederbeutel basteln und Ausgrabungen beschäftigen konnten, setzten sich die Begleiter beim Picknick auf dem Gelände zusammen. „So kam es zum Familientag im Römermuseum.“ Die älteren Besucher schauten sich auch im Museum und auf dem historischen Gelände um, während der Nachwuchs beschäftigt war. „Über 300 Kinder kamen an den sechs Tagen zu uns, so viele wie noch nie“, stellte Dilly-Liefke fest. Durch die Begleitung von Eltern und Verwandten konnten auch Kinder schon im Alter von vier Jahren bei den Aktionen unter der Mithilfe ihrer Mutter oder Oma mitmachen. „Zuvor war dies erst ab sechs Jahren möglich.“

 Am Dienstag fand für die Sommerferien dieser Aktionstag zum letzten Mal statt. Trotz Temperaturen von über 30 Grad, die eigentlich einen Schwimmbadbesuch empfahlen, standen die Kinder bei der Station „Bildhauerei“ schon eine Stunde nach Beginn Schlange. Auf einem weißen Ytong-Stein wurden Symbole aus der Römerzeit aufgemalt. Mit Hammer und Meißel wurde der Stein behauen, um das Motiv herauszuschlagen. Der neunjährige Finn Schraut hatte sich für das Bild von Julius Caesar entschieden. „Mir gefallen die Aktionen im Römermuseum sehr gut. Ich war schon oft hier“, berichtete er. Auch wenn es diesmal nicht so einfach war. Wegen der größeren Besucherzahl am Abschlusstag war Maskenpflicht angesagt. Bei über 30 Grad bereits in der Mittagszeit kein einfaches Unterfangen. Renate Dilly-Liefke: „Geschwister konnten selbstverständlich zusammensitzen. Wenn der Abstand eingehalten werden konnte, konnte man sich im Freien auch ohne den Mundnasenschutz vergnügen.“ Dies war aber am letzten Dienstag bei der Station „Bildhauerei“ nicht immer möglich, so groß war der Andrang.  Wer es noch heißer wollte, der grub auch diesmal auf einem aufgeschütteten Feld nach Tonscherben. In Quadraten eingeteilt, durften pro Quadrat nur Kinder aus der gleichen Familie suchen.

 Dilly-Liefke zog ein positives Fazit der Ferienaktionstage im Römermuseum Schwarzenacker: „Schön, dass wir trotz der vielen Auflagen wegen der Corona-Krise unsere Veranstaltungsreihe für Kinder in den Sommerferien wieder anbieten konnten.“ Intern werde man nun beraten, ob man den Modus 2020, mit der Einbindung von Eltern und Verwandten bei diesem Aktionstag für die gesamte Familie auch im nächsten Jahr anbieten werde. „Bewährt hat sich dieser Art der Durchführung schon“, sagte sie rückblickend.

Nach langer Pause wegen Corona können nun auch wieder Kindergeburtstage im Römermuseum stattfinden. Wer Interesse hat, nach Schwarzenacker einzuladen, der findet Informationen auf der Webseite unter www.roemermuseum-schwarzenacker.de. Hier werden Kindergeburtstage für junge Zeitreisende zwischen acht und zwölf Jahren näher dargestellt.