„Unzureichende Zwischenlösung“

„Unzureichende Zwischenlösung“

Von einer „Unzureichenden Zwischenlösung“ sprach Ortsvorsteher Jürgen Schäfer (SPD) nach dem Umzug von Juz und Awo aus der alten in die neue Schule. Und brachte die alte Schule als Unterkunft für Flüchtlinge ins Gespräch.

Die Arbeiterwohlfahrt und das Jugendzentrum "Chill Out" in Jägersburg müssen sich nach dem Umzug aus dem alten Schulgebäude in die neue Schule in den kommenden Monaten arrangieren. Ortsvorsteher Jürgen Schäfer (SPD ) sprach in der jüngsten Ortsratssitzung im Versammlungsraum der Gustavsburg von "einer unzureichenden Zwischenlösung ". Die Situation gefalle sowohl den überwiegend älteren Mitgliedern der Awo als auch dem Juz nicht, befürchtet Schäfer Konflikte: "Beide sind derzeit genau gegenüber platziert". Nach Angaben der Stadtverwaltung dauere dieses Provisorium noch bis Ende Januar, dann seien die Bauarbeiten im Gebäude beendet, und die Jugendlichen könnten ihren Raum nutzen.

"Es ist nur eine Übergangslösung", stellte der Ortsvorsteher fest. Philip Vollmar (CDU ) zeigte sich zufrieden, dass der bisher "untragbare Zustand" im Juz in der alten Schule beendet wird und die Jugendlichen noch vor dem Winter umziehen: "Die Jugendlichen stehen in den Startlöchern". Er appellierte an Awo und Juzler, sich bis zur Fertigstellung des Raumes abzusprechen und sich um ein gutes Miteinander zu bemühen.

Einstimmig sprach sich der Ortsrat für einen Antrag an die Verwaltung aus, die Reinigung des Flures und der Toiletten im neuen Schulgebäude sicherzustellen. Nach dem Umzug von Awo und Juz eröffnen sich für das eigentlich zum Abriss bestimmte alte Schulgebäude offenbar neue Spielräume. Angesichts der derzeitigen Diskussion um die Unterbringung von Flüchtlingen gebe es, so der Ortsvorsteher, "Gedankenspiele", das Gebäude als Wohnraum so herzurichten, um Flüchtlinge unterzubringen. Gedacht sei vor allem an Familien mit Kindern. "Das kommt sowohl unserem Kindergarten als auch unserem Wunsch, die Grundschule wieder zu eröffnen, entgegen", erklärte Schäfer. Gleichzeitig appellierte er an die Bevölkerung, Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen und der Stadt zu melden.

Darüber hinaus befasste sich der Ortsrat auch mit dem Fußgängerweg vom Neubaugebiet "In der Muhl" zur Eichelscheider Straße. Der Weg befinde sich in "einem extrem desolaten Zustand", wies Patrick Kanzler (SPD ) auf "riesige Stolperfallen" und wuchernde Hecken hin. Daher beauftragte der Ortsrat die Stadtverwaltung, die Zuständigkeit zu prüfen und so schnell wie möglich die fußläufige Verbindung herzurichten. Zudem erneuerte der Ortsrat seinen bereits gefassten Beschluss, den Containerplatz in Websweiler an den geforderten Standort am Schützenhaus umzusetzen. Ebenso soll die Bushaltestelle in Websweiler, bei der die Plexiglasscheibe bei einem Sturm herausgeflogen ist, wieder in einen ansehnlichen Zustand versetzt werden, forderten die Ortsratsmitglieder. Ein altes Thema in Jägersburg ist die Forderung nach einem schnellen Internet. "Man ist momentan mit mehreren Betreibern im Gespräch", so Schäfer.