Unternehmerin mit viel Herzblut

Homburg. In diesen Tagen ein mittelständisches Unternehmen zu führen, ist keine leichte Sache. Die oft zitierte Krise scheint sich hinter jeder Häuserecke zu verstecken. Dana Holzweißig-Ecker, Geschäftsführerin des Bäckerhauses Ecker aus Homburg, hat da eine ganz einfache Philosophie. "Die Krise entsteht nur im Kopf

Homburg. In diesen Tagen ein mittelständisches Unternehmen zu führen, ist keine leichte Sache. Die oft zitierte Krise scheint sich hinter jeder Häuserecke zu verstecken. Dana Holzweißig-Ecker, Geschäftsführerin des Bäckerhauses Ecker aus Homburg, hat da eine ganz einfache Philosophie. "Die Krise entsteht nur im Kopf." Ein guter Ansatz, um in nicht immer einfachen Zeiten die richtige Richtung zu kennen.Es ist kurz nach zehn Uhr am Morgen, für Dana Holzweißig-Ecker steht das Telefon nicht still. Doch nicht nur am Hörer ist die Geschäftsführerin gefragt. "Es stehen zum Beispiel auch Mitarbeitergespräche an, denn wir haben für unsere Mitarbeiter immer ein offenes Ohr." Neben dem weiten Feld des Personalmanagements und dem Streben, den Kunden das zu bieten, was sie wünschen, sind es auch Gespräche mit Lieferanten, die immer wieder auf dem Tagesplan stehen. "Es ist dabei die Qualität unserer Zulieferprodukte, die im Vordergrund steht, nicht der niedrigste Preis." Die Arbeit einer Geschäftsführerin ist vielseitig, aber auch geprägt von Routine - die daraus resultierenden Entscheidungen haben aber nicht selten große Tragweite. Für Dana Holzweißig-Ecker immer ein wertvoller Kompass bei ihren Entscheidungen: die Eckersche Firmenphilosophie. "Wir arbeiten sehr viel mit Vertrauen. Wir sind der Überzeugung, dass jemand, der gerne arbeitet, dies auch gut tut."

Wer für ein Unternehmen Verantwortung trägt, so wie Dana Holzweißig-Ecker es tut, der ist selten frei. "Mit den Gedanken ist man 24 Stunden am Tag im Geschäft. Man trägt die Verantwortung für inzwischen 350 Mitarbeiter. Und damit auch für die Familien der Mitarbeiter und deren gesamte Existenz. Mit jeder Entscheidung, die man trifft, kann man ein Unternehmen aufs Spiel setzen. Sollte man dabei einen entscheidenden Fehler machen, dann können 350 Familien in Mitleidenschaft gezogen werden." Auch das Wohl der zahlreichen regionalen Lieferanten muss Holzweißig-Ecker dabei im Auge behalten. "Wenn dort heute unsere Aufträge wegfallen würden, dann wäre auch deren Existenz bedroht."

Bei all der Arbeit geht es für eine erfolgreiche Geschäftsführerin auch um unternehmerische Visionen. Die fasst Dana Holzweißig-Ecker in einem Satz zusammen. "Wir wollen nicht die Größten sein, sondern die Besten." So gehe es nicht darum, über die Maßen zu expandieren, sondern "das zu erhalten, was wir haben. Wir sehen uns immer noch als eine große Familie und nicht als ein Fabrik".

Dana Holzweißig-Ecker trägt die Verantwortung in der dritten Generation, für sie ist ihre Arbeit damit mehr als ein Zahlenwerk und die Magie der Wirtschaftlichkeit. "Ein rein rechnerisches Denken werden wir hier nie pflegen. Weil wir das Ganze einfach mit Herzblut machen." > wird fortgesetzt

Hintergrund

Arbeit ist ein Räderwerk, das niemals still steht. Rund um die Uhr wird irgendwo gearbeitet. Viele Tätigkeiten greifen ineinander, um die Wirtschaft und unser tägliches Leben am Laufen zu halten.Die SZ geht vor Ort zu den Menschen, die Tag und Nacht arbeiten. So entsteht ein Mosaik der Berufswelt in unserer Region rund um die Uhr.

Und das im Stundentakt: SZ-Journalisten besuchen Männer und Frauen für je eine Stunde an ihren Arbeitsplätzen und berichten anschließend darüber. red